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Celle Stadt Öl verschmutzt Fuhse und Aue
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Öl verschmutzt Fuhse und Aue
17:26 16.04.2013
Von Simon Ziegler
Auf der Fuhse an der Burgstraße in Celle soll eine Ölsperre die weitere Ausbreitung - des Brennstoffs verhindern. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Großeinsatz für die Feuerwehr: 60 Feuerwehrleute waren gestern Vormittag in Hänigsen, in der Samtgemeinde Wathlingen und in Celle im Einsatz, um die Ausbreitung von Mineralöl zu verhindern.

Bereits am Sonntag war es bei der Firma Köttermann im Uetzer Ortsteil Hänigsen zu einem Ölschaden gekommen. Aus einem Ausgleichsgefäß war Öl ausgelaufen, über das der Brennstoff aus einem Vorratstank zum Brenner gepumpt wird. Die Feuerwehr Hänigsen war wegen des Schadens auf dem Firmengelände am Sonntag im Einsatz. Der Wasserverband Peine musste seine Kläranlage vorübergehend außer Betrieb nehmen.

Bei dem Unfall sei auch Öl in einen Gulli gelangt, sagte Manfred Zahn von der Polizei Uetze. Durch den starken Regen in der Nacht zu Dienstag sei das Öl offenbar in den Regenwasserkanal gespült worden. Von dort sei es über die Thöse in die Aue und von dort weiter Richtung Celle transportiert worden. Landkreis-Sprecher Holger Harms sagte der Celleschen Zeitung, dass 150 bis 200 Liter Öl in die Flüsse gelangt sei.

Die Feuerwehr Nienhagen wurde gestern gegen 7.30 Uhr alarmiert. Es seien sofort Ölsperren an zwei Brücken in der Gemeinde Nienhagen gesetzt worden, sagte Feuerwehrsprecher Olaf Rebmann. Außerdem wurde die Feuerwehr in der Stadt Celle sowie der Chemie- und Strahlenschutzzug in der Allerstadt alarmiert. Laut Rebmann kamen im Bereich der Fuhse an der Celler Burgstraße geringe Mengen Mineralöl an. Ein Film hatte sich auch auf dem Fuhsekanal zwischen Adelheidsdorf und Celle gebildet.

Die Feuerwehr setzte insgesamt sechs Ölsperren bei Nienhagen, Adelheidsdorf und Celle. „Es bestand die Gefahr, dass Mineralöl in die Aller gelangt. Das konnte verhindert werden“, sagte Rebmann gestern Mittag. Eine Spezialfirma wurde beauftragt, das Öl abzusaugen. Laut Feuerwehr entschieden Stadt und Landkreis Celle, die Sperren 24 Stunden im Einsatz zu lassen.

Wie stark der Ölunfall die Umwelt und die Gewässer belasten wird, konnte vom Landkreis Celle gestern noch nicht abgeschätzt werden. Auch zum finanziellen Schaden liegen keine Angaben vor.

Die Firma Köttermann stellt Laboreinrichtungssysteme her. Das Unternehmen ist international tätig und beschäftigt nach eigenen Angaben 280 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Simon Ziegler