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Celle Stadt Oldtimer-Serie: Celler entdeckt seinen Porsche auf Amerika-Reise
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Oldtimer-Serie: Celler entdeckt seinen Porsche auf Amerika-Reise
18:18 06.07.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Huthmann kann sich noch sehr genau an die erste Begegnung mit seinem Traumauto erinnern: „Der Wagen war eine ziemliche Ruine, vor allem die Inneneinrichtung mit Kunstledersitzen hatte sehr durch die kalifornische Sonne gelitten.“ Den Porsche hat Huthmann vor drei Jahren in den USA gekauft. „Mein Freund Oliver Holtz und ich fahren etwa alle zwei Jahre in die Staaten, um eine Motorradtour zu machen. Damals waren wir in der Nähe von Sacramento unterwegs und haben den Wagen durch Zufall in der Garage eines Freundes entdeckt“, erzählt der 73-Jährige. Der Wagen stand dort schon etwa zehn Jahre lang und war etwas heruntergekommen. Die Vorbesitzerin war eine ältere Dame, die den Wagen aus finanziellen Gründen nicht mehr halten konnte.

Mit dem Kauf war es aber nicht getan. „Zwei Monate später haben wir den Wagen im Container per Schiff von Sacramento nach Bremerhaven verschicken lassen. Der Wagen war nach etwa vier Wochen dann endlich in Deutschland“, erzählt Huthmann.

In Helmerkamp angekommen, fing die Arbeit mit dem Porsche aber erst richtig an. Huthmann arbeitete etwa ein Jahr an seinem neuen Auto. „Mein Freund Oliver hat eine Scheune mit Hebebühne, sodass wir auf keine Werkstatt angewiesen waren.“ Zusammen mit Holtz hat der 73-Jährige meist am Wochenende, mehr als 1000 Arbeitsstunden in den Wagen gesteckt. „Wir haben den Porsche komplett auseinandergenommen. Fahrgestell und Karosserie haben wir in alle Einzelteile zerlegt.“ Stundenlang haben Huthmann und sein Bekannter den Wagen entrostet, grundiert und lackiert und immer wieder nach Schnäppchen für Ersatzteile im Internet Ausschau gehalten.

Die Liebe zu Autos begleitet Huthmann schon seit seiner Jugend: „Als Student habe ich immer selbst an meinem Käfer herumgewerkelt. Die Technik ist bei dem Käfer und auch bei dem Porsche ja noch so einfach, dass man daran selber schrauben kann.“

Seine Leidenschaft für Oldtimer entfachte endgültig vor etwa zwei Jahren, als er ebenfalls mit seinem Freund Holtz einen Mercedes 280 SL zusammen restaurierte. „Der Fund meines Porsches auf unserer nächsten Amerika-Reise war natürlich dann ein Glücksgriff und die Erfüllung meines Jugendtraums“, sagt der 73-Jährige.

Huthmanns Porsche 912 ist unter einem sogenannten H-Kennzeichen gemeldet. Dieses wird an Autos vergeben, die mindestens 30 Jahre alt sind und entsprechend Originalbauteile aus der Zeit enthalten. Huthmann fährt den Wagen allerdings nur bei schönem Wetter aus und nie im Winter. „Wir haben zwar einen neuen Unterschutzboden und eine neue Hohlraumversiegelung eingebaut, aber trotzdem soll der Wagen möglichst rostfrei bleiben, damit wir ihn lange fahren können.“

Seit vergangenem Herbst ist der Wagen nun komplett restauriert und bereit zur Ausfahrt. „Meine Frau und ich fahren gern zur Ole Müllern Schün nach Müden, das ist eines unserer Lieblingsziele im Landkreis“, erzählt Huthmann. Ansonsten kurvt Huthmann gerne mit seinem Freund Oliver Holtz auf den Celler Straßen herum.

Von Hanna Pralle

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