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Celle Stadt Oltimer wird runderneuert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Oltimer wird runderneuert
19:20 30.08.2018
Von Michael Ende
Die Technik muss erneuert werden: Matthias Gaupp in den Katakomben des Badelandes Quelle: David Borghoff
Celle

"Das Mosaik? Das bleibt natürlich, wo es ist: über dem Nichtschwimmerbecken. Schließlich gehört es noch zu den Sachen, die original aus dem Jahr 1962 stammen" – auch in Zukunft müssten Gäste des Celler Badelandes nicht auf dekorativen Retro-Schick verzichten, sagt Badeland-Chef Matthias Gaupp. Dennoch solle die Zukunft sehr viel moderner werden – sofern die jetzt beantragte Millionen-Förderung für die Badeland-Sanierung vom Bund genehmigt werde.

Auf die Fördergeld-Ader, die jetzt angezapft werden soll, ist Andreas Röper, der im Rathaus für das städtische Beteiligungsmanagement zuständig ist, gestoßen: "Als mir Anfang August eine Mitteilung auf den Tisch geflattert ist, der zufolge der Bund im Rahmen eines kurzfristig aufgelegten Programms Projekte wie die bei den Celler Stadtwerken anstehende Badeland-Sanierung mit bis zu 90 Prozent gefördert werden sollen, wusste ich: Da müssen wir sofort zuschlagen." Der Bund wolle Geld für Investitionen, "die sich nicht rechnen" geben – und das am liebsten an Kommunen, die sich in "einer Haushaltsnotlage" befänden. "In dieses Schema passen wir perfekt rein", meint Röper.

Lange Listen mit Punkten, die man im Badeland sanieren müsste, haben Gaupp und Stadtwerke-Chef Thomas Edathy bereits seit Jahren in der Schublade. Ihr Kostenvolumen beläuft sich nach Angaben von Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) auf rund 12 Millionen Euro. Unter seinem Vorgänger Dirk-Ulrich Mende (SPD) hatte man vor vier Jahren noch über einen 30 Millionen Euro teuren Badeland-Neubau spekuliert. Heute ist man auf dem finanziellen Boden der Tatsachen zurück und modernisiert die Substanz, die zum Großteil noch aus den sechziger Jahren stammt. So bekommt man anders ausgedrückt statt eines Neuwagens einen runderneuerten Oldtimer mit H-Kennzeichen und frischem TÜV – auch das hat seinen Charme.

Höchstens vier Millionen Euro pro Projekt gibt es vom Bund. "Das wollen wir natürlich haben, wir sind heiß drauf", sagt Edathy. Deshalb habe man ein Sanierungs-Programm aufgelegt, das insgesamt 4,4 Millionen Euro schwer sei: "So schöpfen wir das mit zehn Prozent Eigenmitteln optimal aus."

Das Geld solle binnen drei Jahren verbaut werden, erläutert Gaupp: "Ziel ist es, die Sanierung während des laufenden Badebetriebs durchzuziehen – mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen für unsere Gäste." 350.000 Besucher kommen pro Jahr ins Badeland. Los gehen solle die Modernisierung im Jahr 2019 mit dem Solebecken-Bereich: "Salzwasser ist ein sehr aggressives Medium und zerstört im Laufe der Zeit die Technik, die hier bis zu 40 Jahre auf dem Buckel hat."

2020 seien dass große Schwimmbecken, das Lehrschwimmbecken und der Kinderbereich an der Reihe, sagt Gaupp: "Das wird der für unsere Kunden schwerste Einschnitt." Hier solle alles von der braunen Fliesen aus den Achtzigern bis zu Filtertechnik, Wänden und Dach erneuert werden. "Während dieser Zeit wollen wir verstärkt das Freibad nutzen." 2021 solle das Gesundheits- und Bewegungsbecken – das "mit Sprudel" – erneuert werden. Ziel sei unter anderem Barrierefreiheit.

Ob die Fördergelder aus Berlin tatsächlich nach Celle fließen, entscheide sich im Oktober, so Röper: "Wir hoffen, dass das klappt."

Dass Celle eine Hochburg der Gitarrenmusik ist, davon zeugen die vielen Konzerte, die die seit über zehn Jahren regelmäßig die Hallen in der CD-Kaserne füllen.

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