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Celle Stadt Onkologisches Forum: Kontakte in Sprechstunde verdoppelt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Onkologisches Forum: Kontakte in Sprechstunde verdoppelt
14:40 27.03.2012
Von Christoph Zimmer
Bild Vorstand (von links) Jessica Isermann, Dr. Gerd Molsen, Dr. Manfred Lux, Karola Machleb, Heike Otto, Marianne Sturm - Quelle: Till Sauerbrey
Celle Stadt

Dagegen sind die Kontakte in der Krebsberatungsstelle im Gegensatz zum Vorjahr nur leicht angestiegen. In der Beratungsstelle, am Telefon, im Allgemeinen Krankenhaus, im Hospizhaus sowie beim Mammografie Screening in der Praxis von Dr. Hans-Jürgen Romatowski habe es laut Lux insgesamt 1701 Gesprächskontakte gegeben.

Die intensive Nutzung von Kursangeboten, die Beständigkeit von betreuten Patienten und deren Angehörigen in den Selbsthilfegruppen würden "die hohe Akzeptanz des Onkologischen Forums bei den Menschen in der Region bestätigen", sagte Lux. In diesem Zusammenhang stellte er fest, dass sich mit dem Umzug in die Fritzenwiese das geplante Konzept bewährt und sich hier "eine komplexe Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige etabliert" habe. Gekennzeichnet sei das durch kurze Wege einerseits und eine direkte Kommunikation andrerseits. Außerdem habe sich die Stiftung Celler Netz als Träger der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) etabliert. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage und zusätzlicher Aufgaben hat das Onkolgische Forum nun zehn festangestellte Mitarbeiter.

Entgegen aller Erwartungen nehmen jetzt auch immer mehr Angehörige eine Betreuung für sich in Anspruch. Was ursprünglich als Projekt startete, hat sich inzwischen zu einer festen Institution entwickelt - die Kinder- und Jugendarbeit. Das bessere Raumangebot in der Fritzenwiese mache das uneingeschränkte Arbeiten mit den jungen Menschen möglich. Zur Betreuung von fünf an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen wurde eine zusätzliche Teilzeitkraft eingestellt.

Mit einem enormen administrativen Aufwand gelang den Mitarbeitern des Ambulanter Palliativdienstes (APD), die Aufgaben des SAPV im Celler Netz zu erfüllen. Informationsveranstaltungen und Schulungen für Hausärzte und Pflegedienste wurden abgehalten. Eine personelle Aufstockung, intensivere Einbindung einzelner Mitarbeiter und eine Mutterschaftsvertretung stellen zumindest vorerst die Versorgung der Betroffenen sicher. 442 Patientinnen und Patienten wurden 2011 vom APD betreut und begleitet, 99 bis in dieses Jahr hinein.

Auch wenn der Haushalt für 2012 ausgeglichen ist: Ganz ohne Unterstützung kann sich der Verein nicht alleine tragen. "Wir müssen Präsenz zeigen, auf Veranstaltungen und mit eigenen Aktionen", sagt Lux und meint: Ohne Spenden, ohne Sponsoren, ohne Mitglieder und Ehrenamtliche ist die Arbeit des Forums nicht zu leisten.