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Celle Stadt Open Mic in Celle: Ein Abend unter Freunden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Open Mic in Celle: Ein Abend unter Freunden
10:23 13.07.2018
Musiker Bastian Meyerhoff, Workshopleiter Nils Matzka und Moderatorin Jessy James LaFLeur sorgten beim Open Mic in "Kunst & Bühne" für gemütliche Wohnzimmeratmosphäre. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Trotz einer kurzfristigen Verlagerung des Auftrittsortes und ein wenig Chaos bei der Beleuchtung, waren alle Plätze in "Kunst und Bühne" besetzt. Sogar der Boden wurde als nächstgelegene Sitzgelegenheit genutzt. Das Publikum war gespannt auf die Poeten und als dann noch das Bühnenlicht funktionierte, konnte der Abend beginnen.

Mit tosendem Applaus wurde die Moderatorin Jessy James LaFLeur auf der Bühne begrüßt. Bei sich trug die Berlinerin eine gelbe Brotbox. „Schönes Frühlingsgelb“, sagte LaFleur, während sich draußen der Himmel weiter mit Wolken bedeckte. In der Tupperdose befanden sich Zettel mit den Namen der Poeten, die beim Spoken Word Camp in Celle mitgemacht haben. „In den vier Tagen des Camps haben 20 Jugendliche an verschiedenen Workshops teilgenommen, die sich rund um das Auftreten auf der Bühne drehten“, so Nils Matzka, Workshopleiter im Bereich Theater und Dramaturgie. „Heute haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Texte vorzutragen“, sagte Matzka. Doch wer auf der Bühne stand und wer nicht, war dem Zufall überlassen.

Vom ersten bis zum letzten Poeten haben die Zuschauer mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint. Mit Zurufen und Schnipsen mit den Fingern, auch leiser Applaus genannt, hat das Publikum die auf der Bühne stehenden Personen angefeuert und ihre Begeisterung gezeigt. Die Zuschauer wurden so zu Familie und Freunden, denen man seine Sorgen, Wünsche und Sehnsüchte mitteilte. Auch die Poeten wiederum haben die räumliche Entfernung zum Publikum mit ihren einzigartigen Texten aufgehoben.

Unter dem Motto „Wenn dir das Leben Steine in den Weg legt, dann baue ein Fitnessstudio daraus“ begann der erste Poet Max die Reise der Emotionen. Die Zuschauer lachten Tränen, als der aus Berlin stammende Lehrer den Protagonisten Peter Proll vorstellte, welcher in seinen Tagträumen vom Beruf des Türstehers schwärmte. Tränen des Mitgefühls wurden beim Auftritt von Nele vergossen, die in ihrem Text über die grausamen Taten eines Vaters sprach. „Was it love?“, fragte die Poetin das Publikum und sich selbst.

Jessy James LaFleur wünschte sich, "dass wir in den nächsten Jahren wieder das Spoken Word Camp hier anbieten können. Celle wird bereits als Ankerpunkt für junge Poetry-Slammer angesehen."

Von Lara Schlüter

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