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Celle Stadt Orkantief Xaver trifft auf Celle - Weihnachtsmarkt bleibt geschlossen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Orkantief Xaver trifft auf Celle - Weihnachtsmarkt bleibt geschlossen
22:56 05.12.2013
Diese Karte des Deutschen Wetterdienstes zeigt die vorhergesagte Verteilung der Bewölkung - und der Windgeschwindigkeiten, die die Meteorologen heute um 18 Uhr erwarten. - Der Zeitpunkt bildet in etwa den Höhepunkt der Orkantiefentwicklung ab. Quelle: Deutscher Wetterdienst
Celle Stadt

Am Donnerstag wird Norddeutschland von einem der schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre getroffen. Das Orkantief „Xaver“ zieht über Südschweden zum Baltikum, wobei uns sein Sturm- und Niederschlagsfeld ab den Mittagsstunden voll erfasst. Die höchsten Windgeschwindigkeiten werden gegen Abend und in der Nacht zum Freitag mit Spitzenböen von 80 bis 100 Kilometern pro Stunde, entsprechend Windstärke 9 bis 10 aus Südwest, am Abend und in der Nacht aus West, erwartet. Lokal könnten auch orkanartige Böen der Stärke 11 bis Tempo 115 dabei sein. Parallel dazu gehen die kräftigen Regenfälle im Laufe der Nacht immer mehr in Schneeregen- und Graupelschauer über, die zum Teil von kurzen Gewittern begleitet sind.

Wegen der zu erwartenden Sturmschäden sollte man den Aufenthalt im Freien ab Nachmittag und in der Nacht möglichst vermeiden. Auch am Nikolaustag weht immer noch ein stürmischer West- bis Nordwestwind. Bei Temperaturen etwas über null Grad und leichtem Frost in der Nacht auf Sonnabend gehen wiederholt kräftige Schnee- und Graupelschauer nieder. Erst am Wochenende ist Wetterberuhigung und zeitweiliger Sonnenschein in Sicht. Dabei bleibt es nasskalt.

Aktuelle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für den Raum Celle finden Sie unter http://www.dwd.de/dyn/app/ws/html/reports/CEL_warning_de.html. Außerdem berichten wir aktuell auf der CZ-Facebookseite.

In der neuen Woche erwartet uns voraussichtlich mehrere Tage lang ruhiges Hochdruckwetter und das übliche zähe Ringen zwischen Sonne und Hochnebel. Bei Höchstwerten von 2 bis 7 Grad ist die Nachfrostgefahr gering. Nach aktuellem Stand zeichnet sich auch zum dritten Adventswochenende noch kein stabiles Winterwetter ab. Für grüne oder weiße Weihnachten hat das aber noch keine Bedeutung.

Daran ändert auch der Wetterspruch zum Barbaratag nichts, der da lautet: „Geht Barbara (4. Dezember) im Grünen, kommt’s Christkind im Schnee“. Aus den Wetterstatistiken lässt sich ein solcher Zusammenhang nicht ableiten, so dass es hinsichtlich der ersehnten weißen Weihnacht bis auf weiteres heißt: „Abwarten und Tee trinken."

Der November wurde seinem schlechten Ruf in der Südheide diesmal nicht gerecht. In unserer Region fiel er nicht nur gefühlt, sondern auch tatsächlich relativ freundlich, nebelarm und nur etwas zu feucht aus. Bis zu 60 Sonnenstunden wurden registriert, was gegenüber dem Klimamittel (1961-1990) ein deutliches Plus von einem Drittel bedeutete. Auch an den leicht übernormalen Temperaturen gab es nichts zu meckern. In der letzten Novemberwoche stattete der Winter unserer Region den für die Jahreszeit üblichen ersten Gruß ab. Nachtfrösten von minus 4 bis unter minus 7 Grad (Faßberg) am 26. beziehungsweise 27. November, standen immer noch einige Plusgrade am Tag gegenüber. Dadurch blieb der übliche Eistag (Höchsttemperatur unter 0 Grad) ebenso aus, wie die in dieser Zeit zu erwartenden ersten Schneeflocken der Saison.

Die drei Herbstmonate waren in der Südheide deutlich zu nass. Dabei konzentrierten sich die üppigen Niederschläge im Wesentlichen auf das erste Septemberdrittel, die erste Oktoberhälfte sowie die erste Novemberwoche. Ein goldener Herbst war es nur selten.

Von Reinhard Zakrzewski