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Celle Stadt Ortsumgehung: WG freut sich über "schnelle Einsicht"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ortsumgehung: WG freut sich über "schnelle Einsicht"
11:40 29.03.2012
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Selbstbewusst verkündet WG-Fraktionschef Torsten Schoeps nun, dass sich sein Antrag „erfreulicherweise schnell und bürgerfreundlich“ erledigt habe. Nach dem Willen der WG sollte die Stadtverwaltung bei der Landesstraßenbaubehörde darauf hinwirken, die Achse 20 nicht weiter zu prüfen. Dazu sollte der Rat einen entsprechenden Beschluss fassen.

Abgesehen von ihrem geringen politischen Einfluss – im Stadtrat mit 43 stimmberechtigten Mitgliedern hat die Wählergemeinschaft gerade einmal zwei Sitze – dürften andere Aspekte bei der Entscheidung der Landestraßenbaubehörde eine Rolle gespielt haben. Grundlage des Abwägungsprozesses war ein Gutachten, das sich mit den Auswirkungen der vier Trassenvarianten auf Natur und Mensch beschäftigte. Dazu gab es eine umfassende Datenerhebung. Die Achse 20 hatte laut dieser Expertise beim Schutzgut Mensch am schlechtesten abgeschnitten. Demzufolge favorisiert die Straßenbaubehörde nun die Achse 21, die in deutlich größerer Entfernung an den Groß Hehlener Wohngebieten entlangführt.

Diskussionen hatte es im Vorfeld um eine mögliche Einflussnahme des niedersächsischen Wirtschaftsministers Jörg Bode (FDP) gegeben, der ein Haus am Buchholzberg in Groß Hehlen besitzt. Bode hatte versichert, dass er sich nicht in die Planung der Umgehungsstraße eingemischt habe. Jüngst hatte er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg gesagt, dass er nicht unter Lärm leide und dass sich jeder davon vor Ort überzeugen könne. Auch bei allen anderen Trassenvarianten wäre das nicht der Fall gewesen, so der Wirtschaftsminister.