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Celle Stadt Parken in Celle: Rats-Privileg soll fallen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Parken in Celle: Rats-Privileg soll fallen
07:46 09.06.2016
Von Gunther Meinrenken
Der städtische Parkplatz an der Kanzleistraße soll für eine private Nutzung umgestaltet werden. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

All diese Personen zahlen für ihren innenstadtnahen Parkplatz nichts, während die Bürger zur Kasse gebeten werden. Damit soll es schon in Kürze vorbei sein. Die Stadt will die Konditionen für den so genannten "Ratsherrenfrauenparkplatz" neu regeln. 6000 Euro mehr soll dies an Einnahmen pro Jahr für den maroden Celler Haushalt einbringen.

Die Diskussionen um den Parkplatz gibt es schon seit mehreren Jahren. Auch Kämmerer und Erster Stadtrat Thomas Bertram ist das nicht ganz so rechtskonforme Verhalten ehemaliger Mitarbeiter und aktueller Ratsmitglieder aufgefallen, und er will dem ein Ende bereiten. "Wir wollen die vorhandenen 28 Parkplätze nach DIN-Norm herrichten. Dann bleiben noch 19 Stellflächen übrig, von denen wir den Großteil vermieten können. Die bisherigen Chips werden gegen Transponder ausgetauscht", erläutert Bertram. Die "vergessenen" Parkmarken wären damit nutzlos. Die Schrankenanlage müsse nicht angefasst werden. Die Investitionskosten seien also überschaubar.

Erhalten bleiben soll nur ein Parkplatz für den Hausmeister und die Stellflächen für Mitarbeiter der Celle Tourismus und Marketing, die im Alten Rathaus arbeiten. Und natürlich blieben auch die Parkplätze, die sich im Besitz der Kirche befinden, unangetastet. Bei einer Gebühr von 50 Euro im Monat pro Stellfläche rechnet Bertram mit einer Steigerung der Erträge – ein paar Parkplätze sind bereits vermietet – von 3000 auf 9000 Euro im Jahr, die für die Haushaltskonsolidierung verwendet werden sollen. Bertram geht davon aus, dass das neue Konzept noch in diesem Sommer umgesetzt wird.

Nicht bewirtschaftet werden soll hingegen der Parkplatz vor dem Neuen Rathaus. Eine Anfrage an die Celler Parkbetriebe habe ergeben, dass sich das nicht rechnen würde. Es gibt allerdings auch Varianten mit Gewinnerwartungen. Etwa die, nach der auch die Mitarbeiter bezahlen müssten. Die Politik dürfte bestimmt in der Sitzung des Finanzausschusses (9. Juni, 17 Uhr, Neues Rathaus, 4. Obergeschoss) noch Nachfragen haben.