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Celle Stadt Perfekte Momente bei Liedermacherabend
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Perfekte Momente bei Liedermacherabend
15:49 18.11.2018
"Zia" aus Hannover arrangiert „Akustik-Pop mit Seele“. Quelle: Doris Hennies
Celle

Bunt, vielfältig und vor allem aus der eigenen Singer-Songwriter-Schmiede kamen am Wochenende zum fünften Mal die „Songs of Celle“ in Kunst & Bühne auf die Bühne. Insgesamt neun Musiker, denen es wichtig ist, musikalisch echt und authentisch ihr Ding zu machen, präsentierten im voll besetzten Celler Kulturlokal ihre Texte und Lieder. Volker Mertins hatte Musiker aus der (weit gefassten) Region Celle eingeladen und zusammengebracht, für Musik und Songs aus dem Liedermachergenre – Chansons, Folk, Pop und Jazz – mit unterschiedlichem Schwerpunkt.

Tilmann Wiesel machte den Anfang mit seinen „Liedern mit Köpfchen“ – ein bisschen Augenzwinkern war auch dabei. Die erste "KopfDichtung": der Glücks-Staubsauer-Song. Auch das folgende Werk „über das Leben wie 'ne Flusel“ – stets zwischen den Stühlen sitzend – hatte das Zeug, das Kopfkino einzuschalten. Mal mit Gitarre, mal mit Trompete ist seine Musik poppiges Beiwerk zu tief ergreifenden Textbildern.

Deutlich wort- und sprachbetont auch die Beiträge von Kerstin Bockelmann, die schon seit mehr als 30 Jahren geistreiche Texte über das Leben und alle Lebenslagen als Frau verfasst und mit Unterstützung vertont. Hendrik Leise war bereits vor zwei Jahren – damals mit Band – dabei. Dieses Mal als Solokünstler mit Gitarre unterwegs – ein junger Singer-Songwriter, der davon überzeugt ist, „dass Musik etwas ist, das man teilen und gemeinsam genießen kann“ und einfach Brücken bauen könne. Seine Texte handeln im Wesentlichen von Glauben und Vertrauen, selbst wenn Zweifel und Verzagen einen plagen.

"Zia" ist professionelle Sängerin und kommt aus Hannover. Sie arrangiert „Akustik-Pop mit Seele“ – Chansons voller Themen, die ihr Herz berühren – geballte Wortpoesie über persönliche Unruhe, Sehnsüchte und ausbremsende Realität, Freiheit und Liebe.

Drei Songs je Künstler, das war die Aufteilung. Nach dem vierten Dreierset gab es erst einmal Pause. Auch Tim Funk stand dieses Mal ohne Band auf der Bühne und rockte mit Zigarrenkistengitarre und cooler Brille. Konnte aber auch anders, mit Soul-Folk und Countryeinflüssen sinnierte er über den harten Weg von klasse Typen und Zigaretten, Whisky und wilden Frauen, bevor es mit Tom Kirk aus Walsrode einfach tierisch weiterging. Er war der Liedermacher mit dem deutlichsten Amüsement: Seine Songs über seine Abneigung zu Pferden – denn „das Leben ist kein Ponyhof“ – und über selbstbewusste, gefährliche Katzen und die Feldhasen in Dortmund-Nord brachten die Zuhörer immer wieder zum Lachen – und für ihn brausenden Applaus. Gefühlvoll die unterschiedlichen Lebensperspektiven auslotend, setzte nachfolgend Asya Pritchard einen deutlichen Kontrast.

Den Abschluss setzten Sarah und Volker Mertins – als Tochter-Vater-Gespann schon ein eingespieltes Team. Sehnsucht und Lieben auch hier das Hauptthema in ihren Texten – „Perfect Moments“ der letzte Titel. Dem ist auch, was die gesamte Veranstaltung betrifft, nichts hinzuzufügen.

Von Doris Hennies

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