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Celle Stadt Pferd „Max“ ist 40 Jahre alt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Pferd „Max“ ist 40 Jahre alt
18:50 24.11.2010
Ulrike Baeck mit ihrem Pferd Max, mit dem sie fast die Hälfte ihres Lebens verbracht hat. Quelle: Anne Friesenborg
Celle Stadt

Ulrike Baeck lernte ihr heutiges Pferd Max im Jahr 1988 kennen. Damals wurde er für den Schulunterrricht des Reit- und Fahrvereins Herzogstadt Celle gekauft, in dem Ulrike Baeck Reitunterricht nahm. Max eroberte ihr Herz sofort.

Nach einigen Jahren stand die Vorbesitzerin von Max plötzlich im Stall. Diese erklärte, dass sie ihr Pferd

Piccolo, so Max’ eigentlicher Name, einem Landwirt als Beistellpferd verkauft hatte und ihn nun, seit seinem erneuten Verkauf, suchte. Die Vorbesitzerin erzählte, dass Max in ihrem Besitz bereits ein Alter von ca. 20 Jahren erreicht habe. In Ulrike

Baecks Reitverein hätte niemand gedacht, dass dieses Pferd schon ein echter „Rentner“ von 40 Jahren ist, da Max als temperamentvolles, schnelles und sehr gesundes Pferd auffiel. Auch er sollte nun, wie die anderen älteren Vereinspferde, ein schönes Plätzchen als Ausgleich zum anstrengenden Reitunterricht bekommen und in Privathand verkauft werden.

Ulrike Baeck hatte den Schimmel-Wallach-Araber-Mix in den sechs Jahren, in denen sie ihn ritt, so lieb gewonnen, dass sie Max schließlich selbst kaufte. Bis heute hat Baeck diese Entscheidung nie bereut und sagt: „Ich habe bereits zweimal versucht, Max in seinen wohlverdienten Ruhestand zu schicken und habe mir, zu seiner Entlastung, ein neues Reitpferd dazugekauft. Aber da wurde Max unausstehlich und biss mich und meine neue Stute Ginger bei jeder Gelegenheit.“

Ulrike Baeck entschloss sich danach, mit Max nur noch an der Longe zu arbeiten und kleine Kinder auf ihm reiten zu lassen, um ihn nicht zu sehr mit schwerer Arbeit zu belasten. Nachdem Pferd Max 40 Jahre alt wurde, brachte ihm seine liebste und treuste Reitschülerin auch noch kleine Kunststücke bei, machte Gymnastikübungen mit ihm und lässt ihn auch heute in der Reithalle oft frei herumlaufen. Max entscheidet dann selbst, wieviel er sich bewegt und wo er hinlaufen möchte.

„Manchmal erinnert er sich dabei an alte Zeiten und rennt los, buckelt sich etwas und wiehert vor Vergnügen“, so Baeck. Seine Besitzerin freut sich besonders darüber, das Pferd so glücklich und gesund zu sehen.

Von Christian Uthoff