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Celle Stadt Phönix aus der Asche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Phönix aus der Asche
17:13 15.07.2014
Offene Pforte, Garten von Ingrid Surborg-Jensen Quelle: Martina Hancke
Celle Stadt

„Ein Garten ist niemals fertig, sondern verändert sich immer wieder. Das ist ja das Schöne“, sagt Ingrid Surborg-Jensen. Die Hobbygärtnerin hat keine Bedenken, ihre Pflanzen umzusetzen, wenn sie merkt, dass Standort oder Farbauswahl nicht optimal sind. Auf diese Weise hat sie den ursprünglich als Heidelandschaft angelegten Bereich rechts vor dem Haus mit Hasenglöckchen, Scilla und Krokus fürs Frühjahr aufgewertet, Nelken und Phlox setzen später Farbakzente.

Vor etwa einem Jahr sah es auf dem Grundstück von Ingrid Surborg-Jensen und ihrem Mann Frank Surborg noch ganz anders aus: Über eine Woche lang stand das Wasser rund zwanzig Zentimeter hoch. „Ich hatte wirklich Angst um meine Pflanzen, aber noch mehr natürlich um das Haus“, erinnert sich die Gartenliebhaberin, die bei der Gartenarbeit gern von Katze Kitty begleitet wird. Als das Hochwasser abzog, bedeckte eine sumpfige Masse den Garten. Aber wie Phönix aus der Asche kamen die Pflanzen wieder hervor. Ihre zahlreichen Rhododendren – u. a. „Old Port“, „Furnivall’s Daughter“, „Azzuro“ oder „Hachmanns Feuerschein“ - und die Azaleen blühen zurzeit ausgiebig. Auch Perückenstrauch und Pfaffenhut, Amberbuch, Robinie und die Hortensien haben keinen Schaden genommen. Die Kermesbeere ist sowieso ein Überlebenskünstler, und die große Edeldistel steht dekorativ wie eh und je am Eingang.

Der Garten in der Wittinger Straße 191 ist Surborg-Jensens Elternhaus. 1992/93 begann die Familie, das Grundstück neu zu gestalten, alte Tannen zu entfernen, neue Beete anzulegen. Die Sandkiste wurde zum Gartenteich, der heute von einer großzügigen Kiesfläche umgeben ist. Ein Bachlauf, eingerahmt von Storchschnabel, Fieberklee, Farn und Vergissmeinnicht führt vom Haus bis zu dem dicht bewachsenen Gewässer.

Am schönsten präsentiert sich der Garten, wenn man ihn im Uhrzeigersinn begeht, findet Ingrid Surborg-Jensen, die zu den Gründungsmitgliedern der Offenen Pforte zählt. Dann folgt auf den blühenden Vorgarten der lauschige Weg hinters Haus zum Teich, und von dort zurück eröffnet sich der Blick auf die Heidefläche. Sitzgruppen und Hollywoodschaukel laden zum Verweilen ein. „Mir ist wichtig, dass der Garten lebt“, sagt die zweifache Großmutter. „Er muss nicht perfekt sein, aber er muss vor allem uns gefallen.“ Dass der Garten viel Arbeit bereitet, stört sie nicht. „Das ist der Ausgleich zur Büroarbeit“, sagt die Mitarbeiterin des AKH Celle. Martina Hancke

Offene Pforte, Garten von Ingrid Surborg-Jensen

Von Martina Hancke