Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Pionierarbeit in der Heese
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Pionierarbeit in der Heese
17:28 16.02.2012
Von Heiko Hartung
Energetische Stadtsanierung startet in der Heese Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Celle wird als eine von fünf niedersächsischen Kommunen Pilot-Standort für energetische Stadtsanierung. Profitieren wird davon zunächst der Stadtteil Heese-Nord, für den vier Celler Wohnungsbauunternehmen im Rahmen der städtischen Klimaschutzstrategie Fördermittel für ein Quartierskonzept eingeworben haben.

Ins Leben gerufen hat das Programm die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Celler Bau- und Sparverein, die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die Wichmann-Gruppe, die Baugenossenschaft Südheide sowie die Stadt Celle haben in dieser Woche mit ihrem gemeinsamen Antrag den Zuschlag von der KfW-Bank bekommen. Stadtbaurat Matthias Hardinghaus freut sich auf die „Pionierarbeit“: „In einem ersten Schritt wird die Erstellung eines Integrierten Quartierskonzeptes gefördert. Darin wollen wir Wege aufzeigen, inwieweit wir – neben bestmöglicher Kosteneffizienz – auch Energiesparmaßnahmen und neue CO2 reduzierende Technologien im Quartier realisieren können.“ Konkret fallen Hardinghaus beispielsweise die Instandsetzung von Fenstern oder der Bau eines Geothermie-Blockheizkraftwerks für mehrere Wohnblöcke ein.

Das Programm „Energetische Stadtsanierung“ ist Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung zur Erreichung der Klimaschutzziele für 2020 beziehungsweise 2050. Die beteiligten Wohnungsbauunternehmen bringen etwa 1100 Wohnungen mit einer Fläche von etwa 68.000 Quadratmetern sowie Gewerbefläche von 4500 Quadratmetern ein. Der integrierte Ansatz soll die Schulkomplexe des Hölty-Gymnasiums und der Realschule Heese mit einschließen. Das Fördergebiet reicht von der Caroline-Mathilde-Straße bis zum Wilhelm-Heinichen-Ring und von der Hattendorffstraße bis zur Welfenallee.

„Mit dem Projekt besteht die Chance, die Machbarkeit der energetischen Sanierung insbesondere im Mietwohnungsbau exemplarisch für Celle auszuprobieren“, so Fritz Stünkel, Geschäftsführer des CBS. „wir wollen das gemeinsam unter Einbeziehung der demografischen und soziostrukturellen Entwicklung in der Heese untersuchen.“

Die Konzepterarbeitung kostet rund 45.000 Euro. Die KfW-Bank übernimmt davon 65 Prozent, den Rest zahlen die vier Wohnungsbauunternehmen. Die Unternehmen wiederum haben die Möglichkeit, ihren Anteil aus dem städtischen Klimaschutzfonds zu beantragen. Das fertige Konzept soll Ende des Jahres präsentiert werden. In einem zweiten Schritt soll ein Sanierungsmanager, dessen Kosten ebenfalls mit 65 Prozent für zwei Jahre gefördert werden, die Umsetzung des Konzepts begleiten. Hardinghaus: „Es ist in Aussicht gestellt, dass das Celler Pilotprojekt wissenschaftlich durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung begleitet wird.“ Die Bürger der Heese sollen mit Infoabenden über das Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.