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Celle Stadt Poesievolle und atemberaubende Tanz-Show in der Congress Union in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Poesievolle und atemberaubende Tanz-Show in der Congress Union in Celle
18:01 02.02.2015
Neben dem dominierenden „Riverdance“ wurden den rund 1000 Zuschauern am Freitagabend zahlreiche eindrucksvolle Tanzszenen aus anderen populären Shows wie „Dirty Dancing“, „Cirque du Soleil“, André Hellers „Afrika, Afrika“ und der Tanz-Groteske „Stomp“ geboten.    Quelle: Benjamin Westhoff
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Der Grand-Prix d`Eurovision 1994 in Dublin machte mit der „Riverdance“-Showeinlage den irischen Stepptanz auf der ganzen Welt berühmt. Spätestens seit jenem Spektakel begeistert die Präzision und Geschwindigkeit der Stepptänzerinnen und -tänzer immer wieder das Publikum. So wurde der spektakuläre Tournee-Auftritt „Night of the Dance“ am Freitag in der Congress Union unter dem Titel „Irish Dance reloaded“ auch zu einer berauschend begeisternden Hommage an dieses mitreißende Zeugnis irischer Folklore-Kultur, denn die fußartistischen Stepptanz-Elemente zogen sich wie ein roter Faden durch das kurzweilige Programm. Von fließenden Träumen auf Zehenspitzen bis zum atemberaubend ekstatischen Hardshoe-Stepping mit seinen kaum mehr mitzuverfolgenden stakkatoartigen Schrittfolgen wurden mit ausgefeilten Choreografien und perfekt ausgeführten „clicks“ die verschiedenen Stimmungen des irischen Tanzes ausgedrückt. Da bebte die Bühne, wenn die unzähligen Füße absolut synchron in mitreißendem Rhythmus auf den Boden donnerten.

Neben dem dominierenden „Riverdance“ wurden den rund 1000 Zuschauern an diesem Abend zahlreiche nicht minder eindrucksvolle Tanzszenen aus anderen populären Shows wie „Dirty Dancing“, „Cirque du Soleil“, André Hellers „Afrika, Afrika“ und der Tanz-Groteske „Stomp“ mit ihrem gelungenen Mix aus lauten und leisen, kraftvollen und sanften Klängen geboten. Neben elegantem Wiener Walzer, Latin-Tänzen wie Samba, Salsa und Tango sowie der Ballettmusik von „Schwanensee“ sorgten unter anderem auch Rock- und Popmusiken von „Celtic Woman“ und „Dancing Queen“, von Lady Gaga und Michael Jackson für eine assoziationsreich untermalte Show, die sich – poesievoll und ausdrucksstark – zu einer fesselnden Einheit aus Musik, Beleuchtungseffekten, wechselnden Kostümen und rasanten Tanzvorführungen formierte. Mal leicht dahinschwebend, mal verführerisch neckend, dann wieder sexy und gefühlvoll in erotisch-anregenden Körperbewegungen, zumeist aber wild und stürmisch und mit geballter Energie gebärdeten sich die zwanzig ebenso leidenschaftlichen wie temperamentvollen Tänzerinnen und Tänzer in einer mitreißend in Szene gesetzten Choreografie, die schwindelerregende Akrobatikeinlagen auf atemberaubende Weise mit klassischen Tanzstilen zu kombinieren verstand.

Eine die Stimmungswechsel emotional unterstützende Lichtregie und die ständig wechselnden fantastischen Kostüme, deren Austausch mit großem Geschick organisiert war, nahmen die am Ende frenetisch applaudierenden Zuschauer mit in immer wieder neue Tanzwelten, deren vor Lebensfreude sprühende Rasanz sowohl auf der Bühne als auch im Publikum kaum Zeit zum Luftholen ließ.

Von Rolf-Dieter Diehl