Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Politik setzt Gedo Stuhl in Tür-Nähe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Politik setzt Gedo Stuhl in Tür-Nähe
15:30 03.11.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. Eine knallharte Linie in den Verhandlungen mit den Center-Machern von Gedo will die Stadt Celle jetzt fahren. Der Verwaltungsausschuss (VA) habe sich darauf geeinigt, die Fülle von Bedingungen, die die Kommune per städtebaulichem Vertrag mit dem Investor festschreiben wollte, nach dem Scheitern der Verhandlungen nun per neuem Bebauungsplan zu diktieren, sagte gestern Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende. Es sei aus Sicht der Stadt nur logisch, wenn man jetzt auf diese Variante der B-Planung umschwenke, weil man so per Satzung Konditionen festschreiben könne, an die auch spätere Galerie-Eigner gebunden sein würden, so Mende: „Bei einem Investor, der Interesse daran hat, Dinge auf den Weg zu bringen und dann zu veräußern, muss man verbindliche Festschreibungen suchen.“

Man sei nicht bereit, den Weg der Stadt mitzugehen, sagte gestern auf CZ-Anfrage Gedo-Geschäftsführer Martin Friedrich: „Aus unserer Sicht ist ein Verfahrenswechsel keine gangbare Lösung, sondern ein Vehikel um das Projekt elegant entschlafen lassen zu können.“ Durch den Verfahrenswechsel komme es zu einer Zeitverzögerung, welche das Projekt unmöglich mache: „Diese erzwungene Vertagung des Satzungsbeschlusses bedeutet, dass dieses Center-Projekt noch mehr ein Spielball der Politik in der bevorstehenden Kommunalwahl 2011 sein wird. Dadurch wird ein Ausgang dieses Verfahrens vollkommen offen und unkalkulierbar.“

Letztendlich werde das Projekt durch die neue Strategie auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu setzen, solange hinausgezögert, bis es nicht mehr umsetzbar sei, so Friedrich, der fragt, warum die Stadt dem Investor einen Weg aufzwingen wolle, den er nicht mitgehen könne: „Gemäß dem besprochenen Umsetzungsplan mit der Stadt fordern wir jetzt eine grundsätzliche politische Entscheidung. Lieber jetzt einen endgültigen Schlussstrich ziehen, als ein langsames und vorprogrammiertes Aus mitzugehen, nur um einigen Beteiligten die Möglichkeit zu geben sich von jeglicher Schuld an dem Scheitern freizusprechen.“