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Celle Stadt Politik will Celler Hengstparaden retten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Politik will Celler Hengstparaden retten
17:08 14.05.2015
Von Gunther Meinrenken
Hengstparade Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Auf der Internetseite des Landgestüts hatte der Leiter der Einrichtung, Axel Brockmann, am Dienstag bekannt gegeben, dass "die hohen Kosten für die Hengstparaden und die durch den Landesrechnungshof auferlegten Sparzwänge" das Landgestüt dazu zwängen, die Traditionsveranstaltung, die erstmals 1745 stattfand und seit 1908 regelmäßig ausgerichtet wird, 2016 einzustellen.

Sogleich meldete sich die Opposition zu Wort. Der heimische FDP-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvize Jörg Bode erwartet von der Landesregierung, dass sie alles unternimmt, um das Ende der Hengstparaden in Celle zu verhindern. Bode: „Jetzt kann diese Landesregierung beweisen, ob sie das Pferd nur im Wappen oder auch im Herzen trägt.“ Ähnlich äußerte sich die CDU. Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch: "Das Landgestüt und seine Hengstparade gehören zu Niedersachsen und sind ein wichtiger Botschafter unseres Landes in aller Welt. Wir erwarten, dass die rot-grüne Landesregierung alles tut, um das Ende dieser Tradition zu verhindern."

Nach Ansicht des Celler SPD-Landtagsabgeordneten Maximilian Schmidt hätte es dieser Hinweise nicht bedurft. "Bei den Hengstparaden handelt es sich um die herausgehobene und einzigartige Traditionsveranstaltung der niedersächsischen Pferdezucht mit landes- und bundesweiter Relevanz. Sie bilden ein touristisch einmaliges Aushängeschild unserer Stadt – zugleich sind sie immer auch ein eindrucksvoller Leistungsnachweis unseres Landgestüts und Niedersachsens insgesamt als Pferdeland Nummer 1."

Schmidt ist daher am Mittwoch umgehend tätig geworden, hat Gespräche mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und dem zuständigen Minister Christian Meyer (Grüne) geführt. Ergebnis: "Meyer steht zur Tradition der Hengstparaden in Celle. Diese sollen auch weiterhin in modernisierter, zeitgemäßer Form in Celle stattfinden. Das Konzept wird zurzeit überarbeitet. Von einer Einstellung kann keine Rede sein und das Land hat auch nicht die Mittel für die Hengstparaden gekürzt. Als ersten Schritt haben wir deshalb eine Unterrichtung im zuständigen Fachausschuss beantragt.“