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Celle Stadt Polizei kontrolliert 113 Verkehrsteilnehmer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Polizei kontrolliert 113 Verkehrsteilnehmer
13:29 21.09.2018
Die Celler Polizei kontrollierte Radfahrer und Autofahrer unter anderem am Trüllerkreisel. Quelle: Michael Ottinger
Celle

„Anhalten und runter vom Fahrrad.“ Diesen Satz bekam man am Donnerstag am Celler Trüllerkreisel öfter zu hören. Denn im Rahmen des Aktionstages „Sicher. Mobil. Leben“ führte die Polizei auch hier verstärkt Kontrollen durch. Im Blickpunkt standen vor allem Fahrrad- und Autofahrer, die am Steuer ihr Smartphone benutzen und dadurch Gefahr laufen, im Straßenverkehr abgelenkt zu sein. Die Polizeibeamten kontrollierten insgesamt 113 Fahrzeuge (Pkw, Lkw und Radfahrer). Mehr als die Hälfte der überprüften Fahrzeugführer gaben Anlass zur Beanstandung. In 12 Fällen wurden die Fahrzeugführer bei der Benutzung eines Mobiltelefons "erwischt", weitere 48 verkehrsrechtliche Verstöße wurden ebenfalls geahndet.

„Aus meiner Erfahrung ist das Handy der Killer Nummer eins“, sagte ein Polizeisprecher. Oft genug gebe es bei Unfällen weder Brems- noch Schleuderspuren – dafür liege aber ein Handy im Fußraum des Autos. „Ob durch das Handy am Steuer, auf dem Fahrrad oder als Fußgänger mit Kopfhörern auf den Ohren – durch Ablenkung im Straßenverkehr bringt man sich und andere in tödliche Gefahr“, betonte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Konkrete Zahlen aus Deutschland gibt es zwar keine. Ablenkung werde nicht als Ursache in der Statistik geführt, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Doch Daten aus anderen Ländern zeigen, dass mangelnde Aufmerksamkeit für mehr als die Hälfte der Unfälle mitverantwortlich ist – Tendenz steigend. Und auch hierzulande ist die Zahl der Unfälle, deren Ursache ungeklärt geblieben ist, zwischen 2008 und 2013 um mehr als die Hälfte angestiegen, wie die Göttinger Polizei bekannt gab. Zu ungeklärten Ursachen zählt auch Ablenkung am Steuer. Die niedersächsische Landesregierung lässt derzeit in einer Studie unter anderem den Einfluss von Handys als Unfall-Auslöser untersuchen.

„Am Steuer das Handy am Ohr: Das sieht man quer durch die Bevölkerung – vom Professor bis zum Arbeitssuchenden und durch alle Altersklassen“, sagt ein Celler Oberkommissar, der nicht namentlich genannt werden möchte. „Ich sehe es leider sehr häufig. Da fahren die Leute mit einem Wagen im Wert von 40.000 Euro und sparen dann ausgerechnet an der Freisprechanlage.“

„Das Thema Telefonieren am Steuer ist eins von gestern“, sagte hingegen Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer. Viel gefährlicher sei das Texten. Keine andere Beschäftigung nehme so viel von unserem Blickfeld und unseren Gedanken ein.

Neben den Smartphone-Verstößen mussten die Celler Beamten gestern auch viele Radfahrer darauf hinweisen, dass man die Wiesenstraße vom Trüllerkreisel aus nur zu Fuß hochgehen darf. „Es gibt hier keinen Radweg“, so der Oberkommissar. Dabei machten die Polizisten auch gleich noch auf etwaige Schäden an den Fahrrädern aufmerksam. „Bei unseren ganzheitlichen Kontrollen gibt es quasi gleich ein ganzes Rundum-sorglos-Paket“, so der Polizist. Ein Paket, das er fast im Minutentakt zu vergeben hatte. Immer wieder musste er unaufmerksame Fahrradfahrer von ihren Drahteseln holen. Dabei wirken viele von ihnen überrascht. „Ich wusste nicht, dass man das hier nicht darf“, sagte eine Frau mittleren Alters, die ebenfalls von ihrem Fahrrad geholt wurde. Unwissenheit schützt normalerweise vor Strafe nicht. Doch in vielen Fällen beließen es die Polizisten am Donnerstag bei mahnenden Worten.

Einen Appell aber hat die Polizei noch parat: "Die Nutzung von Kommunikationsmitteln während der Fahrt erhöht das Unfallrisiko um mindestens das Vierfache", so ein Sprecher. Ferner seien das Telefonieren und das Texten während der Fahrt genauso gefährlich wie das Fahren mit 0,8 bis 1 Promille Blutalkohol. Verstöße würden mit Bußgeldern in Höhe von 55 Euro (Handynutzung Radfahrer) bzw. 100 Euro und einem Punkt (Handynutzung Kraftfahrzeug) geahndet.

Von Michael Ottinger und Sonja Wurtscheid

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