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Celle Stadt Protest von Bürgern und Politikern gegen Y-Trasse im Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Protest von Bürgern und Politikern gegen Y-Trasse im Landkreis Celle
20:32 14.11.2014
Celle Stadt

„Jeder kann mithelfen", sagt Jan-Hendrik Hohls vom Aktionsbündnis. Es gehe darum, 1000 Bretter schwarz-weiß und rot anzustreichen, als Andreaskreuze zusammenzuschrauben und schließlich entlang der Trasse aufzustellen. Ziel sei es, dass das Bewusstsein der Menschen in der Region dafür wachse, welch katastrophalen Einschnitt in die Lebensgebiete von Mensch und Tier eine Umsetzung des Trassenplans SGV-Y bedeuten würde.

Losgehen soll es am Samstag, 15. November. Dann werden Holz und Farbe an die beteiligten Ortschaften verteilt. Ansprechpartner koordinieren das Anstreichen und die Montage mit den Hilfswilligen, sodass am kommenden Samstag alle Kreuze stehen. Das Aktionsbündnis hat Ansprechparter entlang der Trasse benannt. Es sind in Wietzendorf Christoph Wrogemann, in Becklingen Jan-Hendrik Hohls, in Wardböhmen Dorothee und Matthias Ahrens, in Bleckmar Carsten Iseken, für Hagen, Wohlde und Bergen Hans-Dietrich Kuhlmann, für Wohlde und Dohnsen Fabian Ahrens, in Nindorf Carsten Thies, für Katensen, Bollersen und Offen Maic Lührs, in Eversen Hans-Jürgen von Harling, für Sülze und Waldhof Sebastian Salie, in Hustedt Hans-Heinrich Kohrs, in Scheuen Frank Kramer und in Groß Hehlen Bernd Otte.

Die Celler CDU hat unterdessen begrüßt, dass auch die SPD die Y-Trasse ablehnt. "Gut, dass das SPD-Trio Dirk-Ulrich Mende, Maximilian Schmitt und Rolf Meyer nun nach den ersten reflexartigen Kritiken der SPD gegen die beiden CDU-Abgeordneten Henning Otte und Ernst-Ingolf Angermann nach der ersten Bürgerversammlung ebenfalls die Sinnlosigkeit eines Trassenneubaus durch den Landkreis Celle erkennt und endlich Position bezieht", heißt es in einer Mitteilung. Allerdings vermisse man in der SPD-Stellungnahme eine Beteiligung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann.

Die meldete sich ebenfalls zu Wort und erklärte: "Eine Lösung, die Neubaustrecken beinhaltet, lehne ich kategorisch ab. Die zu erwartenden Auswirkungen auf Mensch und Natur stehen in keinem Verhältnis zu dem geplanten Nutzen. Neubaustrecken sind also in diesem Fall keine sinnvolle Alternative."

Kernpunkte eines von Lühmann in den vergangenen Wochen erarbeiteten Konzepts sind eine gleichmäßige Verteilung des Verkehrs auf bestehende Strecken, bauliche Maßnahmen an einzelnen Punkten sowie eine durchgehende Verbesserung des Lärmschutzes. Die Abgeordnete befindet sich nach eigenen Angaben bereits mit Entscheidungsträgern im Gespräch. "Die bisherigen Reaktionen auf mein Konzept sind positiv", sagt die SPD-Politikerin.

Von Joachim Gries