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Celle Stadt Prozess vor Amtsgericht Celle: Beziehung endet mit einem Schlag
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Prozess vor Amtsgericht Celle: Beziehung endet mit einem Schlag
19:07 26.03.2018
Quelle: Christian Link (Symbolfoto)
Celle Stadt

Mit diesem Schlag endete gegen 4 Uhr nachts eine Party in der Wohnung der Angeklagten im Celler Nordkreis. Gemeinsam mit zwei weiteren Gästen feierten Täterin und Opfer, die damals schon kein Paar mehr waren.

Es floss viel Alkohol in dieser Nacht Ende November 2017. Die Angeklagte gab an, etwa zehn Flaschen Bier und eine halbe bis ganze Flasche Schnaps getrunken zu haben. Sie sei genervt gewesen, weil sich der Ex wieder annähern wollte. Was genau passiert sei, daran könne sie sich nicht erinnern. Die 35-Jährige gab aber zu, ihn mit einer Bierflasche geschlagen zu haben.

Das Opfer berichtete von verbalen Auseinandersetzungen, gefolgt von Schubsereien. Seine Ex-Freundin habe sich immer stärker „reingesteigert“, er habe sie zu Boden gedrückt. Dann habe er die Bierflasche gegen die Schläfe bekommen und Blut gespürt. Er habe dann die Wohnung verlassen.

Das Opfer sei blutüberströmt gewesen, bestätigte ein Polizist in seiner Zeugenaussage. Das Blut sei nicht nur im Gesicht und an den Händen des Mannes gewesen, sondern auch auf dem Gehweg und im Treppenhaus. Im Krankenhaus wurde außer der Platzwunde und den Schnittwunden im Gesicht unter anderem eine Wunde von sechs Zentimetern Länge sowie der Bruch des Jochbogens festgestellt.

Die Angeklagte hat Vorstrafen wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung sowie kleinerer Delikte. Ihr Bewährungshelfer bescheinigt ihr eine schwierige Kindheit: Alkoholsucht der Mutter, Gewalterfahrungen auch sexueller Art. Später die eigene Alkohol- und Drogensucht, Obdachlosigkeit, zwei Kinder, die nicht bei ihr leben.

Sie habe nun erstmals gelernt, Hilfe anzunehmen, sagt die Angeklagte, als der Richter sie zu ihrer derzeitigen Lebenssituation befragte. Sie sei schwanger und trinke keinen Alkohol mehr.

Ein Jahr Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung forderte die Staatsanwältin. Darüber hinaus habe sich die Angeklagte der lebensgefährdenden Behandlung schuldig gemacht. Sie habe zwar erheblich getrunken, sei aber auch Alkohol gewöhnt, somit liege keine eingeschränkte Steuerung vor. Die Strafe könne für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

Sieben Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe und Unterstützung durch einen Bewährungshelfer, so lautete das Urteil. Die Angeklagte sei nicht so stark alkoholisiert gewesen, dass ihre Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt war.

Es sei eine gefährliche Tat gewesen, durch die erhebliche Verletzungen entstanden seien, sagte der Richter. Die Angeklagte habe zudem wegen Körperverletzung unter Bewährung gestanden. Da sie aber schwanger sei und ihr Kind in Freiheit bekommen solle, wurde von einer Gefängnisstrafe abgesehen. Der Richter sagte, er erwarte von ihr, diese Chance zu nutzen, ihr Kind und sich auf einen guten Weg zu bringen.

Von Martina Rolfs

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26.03.2018