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Celle Stadt Psychiatrie in Celle mit Hotelkomfort
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Psychiatrie in Celle mit Hotelkomfort
04:32 17.02.2018
Von Dagny Siebke
Im neuen Gemeinschaftszimmer sollen Patienten der Psychiatrie die Wärme des Kamins spüren können: Die Mitarbeiterinnen Katharina Jürgens (links) und Anja Hoppenstedt zeigen die neue Station an der Schlepegrellstraße 4. Quelle: Oliver Knoblich
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So stellen sich vermutlich die wenigsten eine Psychiatrie von innen vor: Ein Zimmer mit Besucher-Couch und Flachbildfernseher. Im Wohnzimmer knistert der Kamin zwischen samtbezogenen Sesseln. Vom großen Aufenthaltsraum nebenan hat man den wohl besten Blick auf die Aller. "Wenn Sie hier nicht gesund werden, liegt es definitiv nicht am Ambiente", scherzt Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer der Klinikum Wahrendorff GmbH. Die neue Komfortstation der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle hat einiges zu bieten.

Gesetzlich Versicherte kommen für einen Aufpreis von 95 Euro pro Nacht in den Genuss eines Wohlfühl-Einzelzimmers. Privatversicherte mit Zusatzversicherung müssen nichts obendrauf zahlen. Doch die meisten Patienten würden ihre Zeit lieber woanders verbringen. Sie haben eine ernsthafte psychische Erkrankung und bleiben im Schnitt drei Wochen in der Klinik. Die meisten leiden an einer Depression, einer Sucht oder haben eine Angststörung. Sie können helle Räume, eine angenehme Atmosphäre und einfühlsames Personal gut gebrauchen.

Das Klinikum Wahrendorff hat die Psychiatrie an der Schlepegrellstraße mit Luft nach oben gebaut und das obere Geschoss jetzt nach zweieinhalb Jahren Anlaufzeit in Betrieb genommen. "Damit ist das Gesamtgebäude abgerundet", sagt Brase. Der Eigenanteil von Wahrendorrf liege bei sechs Millionen Euro.

Mit der neuen Station vergrößern sich auch die Kapazitäten. Aktuell können in der Tagesklinik 40 Plätze angeboten werden. Auf den drei Stationen gibt es momentan 67 Betten. "Das Krankenhaus ist die ganze Zeit rappelvoll", betont Brase und kündigt an: "In den nächsten zwei Jahren wollen wir 85 Betten anbieten." Auch wenn die Psychiatrie ausgelastet sei, gebe es keine Warteliste, so Brase. "Wenn ein dringlicher Fall reinkommt, können wir sofort ein Bett anbieten." Nur besonders schwere Fälle müsse man im Notfall nach Ilten oder Köthenwald bringen, wo weitere Spezialisten tätig seien.

In der Vergangenheit bemängelten Patienten die angespannte Personalsituation und das schmale Therapieangebot. Um mit dem Bedarf mithalten zu können, hat Wahrendorff in den vergangenen sechs Monaten 30 neue Mitarbeiter eingestellt. Fest in Celle arbeiten unter anderem vier Oberärzte und zwölf Ärzte. Am Wochenende und über Nacht könne es aber sein, dass Mediziner aus den Kliniken in der Region Hannover Bereitschaftsdienst schieben.

Im Erdgeschoss befindet sich die "Krisenstation", in der akute Fälle aufgenommen werden und Patienten vor sich selbst geschützt werden müssen. Die "Normalstation" liegt im ersten Obergeschoss. Patienten mit affektiven Störungen wie Depressionen werden so gut es geht von Patienten mit wahnhaften Erkrankungen getrennt. Zudem gibt es geschützte Bereiche, in denen das Personal Akutfälle durch ein Fenster intensiv beobachtet werden können. Brase erläutert: "Mit Eröffnung des zweiten Obergeschosses "können wir unser Behandlungsspektrum räumlich auseinanderziehen. Das heißt: Wer als Suchtpatient oder mit einer Depression kommt, muss sich nur mit einem Behandlungsbild beschäftigen."

Sie sind 12 Meter lang, haben 360 PS, erfüllen die Euro-VI-Abgasnorm und sind besonders leise: Zwei neue Busse des Typs "Crossway LE CityMarke" von IVECO sind seit Freitag offiziell im Dienst. Eine Klima-Anlage kühlt den Fahrgastraum im Sommer und entfeuchtet entsprechend im Winter.

Dagny Siebke 17.02.2018

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doch ein Blick ins Innere offenbart: Der Müll ist noch im Behälter. „Im Winter haben wir nicht nur mit Schnee und Eis auf den Straßen zu kämpfen, sondern auch mit Mülltonnen, deren Inhalt eingefroren ist“, sagt Konrad Heemskerk, Leiter Betriebe und Kundenservice beim Zweckverband Abfallwirtschaft Celle. Frust und Ärger seien da vorprogrammiert. Das Problem wird meist erst erkannt, wenn es schon zu spät ist und die Tonne noch voll oder nur teilentleert zurückbleibt.

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Gelber Sack, Biomüll und blaue Tonne: Da verliert man schon leicht die Orientierung, wie der Müll korrekt entsorgt wird. Auch bei Einheimischen fehlt oft der Durchblick. Wie soll es dabei aber zugewanderten Menschen ergehen, in deren Heimatländern Abfalltrennung ein Fremdwort ist?

17.02.2018