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Celle Stadt Public Viewing zur Fußball-EM
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Public Viewing zur Fußball-EM
14:35 21.03.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. Als "schön, wenn auch nicht ganz preiswert" bezeichnete Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende gestern die am Montag gefällte Entscheidung des städtischen Verwaltungsausschusses (VA), der zufolge anlässlich der Fußball-EM vom 8. Juni bis 1. Juli im Französischen Garten ein Public Viewing veranstaltet werden soll.

"Mit Bauchschmerzen angesichts des Risikos" habe sich die Politik im VA zur Entscheidung durchgerungen, betonte Mende. Als Grundlage habe eine Berechnung der TSC gedient, der zufolge sich eine Deckungslücke von höchstens 19.210 Euro ergebe, wenn jeder Zuschauer bei Spielen der deutschen Mannschaft einen Obolus von drei Euro entrichte. Eine große Unbekannte sei das Wetter.

Falls Petrus überhaupt kein Fußball-Fan sei, könne er die Kalkulation nachhaltig verhageln, so Mende, der darauf hinwies, dass eine derartige Veranstaltungs-Kofinanzierung durch die Stadt die "absolute Ausnahme" bleiben solle: "Wir hoffen inständig, dass es bei der 19.000-Euro-Grenze für eine Ausfallbürgschaft bleibt." Maßgeblichen Anteil hätten auch die deutschen Kicker: "Je weiter sie kommen, desto eher geht bei uns in Celle die Rechnung auf."

Geplant sei auch, dass das Kino Achteinhalb auf der Großbildleinwand im Französischen Garten an spielfreien Tagen Kinofilme vorführen solle. Mende: "Ich freue mich schon auf laue Kinonächte im Park."

Auf laues Polit-Infotainment vor dem PC müssen sich hingegen Celler Internet-Benutzer nicht "freuen": Der VA habe beschlossen, dass die Stadt nicht von sich aus Live-Übertragungen von Ratssitzungen im Internet organisieren und bezahlen solle. FDP und Linke hatten das gefordert. Nachdem die Politik anfangs Zustimmung signalisiert hatte, rückte sie nun wieder davon ab. Ein entscheidender Aspekt dabei sei die Kostenfrage gewesen, so Mende: "Zunächst ist man davon ausgegangen, dass ein Anbieter das für 800 Euro pro Jahr leisten könne, aber eine Überprüfung hat ergeben, dass Übertragungen in akzeptabler Qualität nur für deutlich über 800 Euro zu bekommen sind." Und das sei zu teuer.