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Celle Stadt Quizduell ist der neueste Renner
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Quizduell ist der neueste Renner
18:20 28.01.2014
Von Carsten Richter
Die Zahl der herunterladbaren Apps ist mittlerweile unüberschaubar geworden. Der neueste Renner: Quizduell. Sowohl gegen Freunde und Bekannte als auch gegen fremde Personen kann man sich im Allgemeinwissen messen. Quelle: Daniel Schoenen
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In den letzten Tagen konnte man sich als Smartphone-Besitzer kaum noch vor einer App retten: „Quizduell“ heißt das Ding. Überall sieht man Alt und Jung mit ihren Smartphones in der Hand und die Quiz-App vor der Linse. Aber was ist das eigentlich für eine App, die momentan alle Play- und App-Stores stürmt?

Entwickelt wurde sie von dem schwedischen Unternehmen FEO Media AB und ist sowohl kostenlos downloadbar als auch käuflich. Wenn man die kostenlose Version auf sein Handy lädt, muss man auftauchende Werbung während der Nutzung in Kauf nehmen. Die käufliche Version beinhaltet den Zugriff auf seine eigenen Statistiken und ermöglicht die Erstellung seines individuellen Benutzerbildes.

Wie der Name schon verrät, besteht die App aus einem Quiz, das gegen andere Spieler ausgetragen wird. Es setzt sich aus rund 25.000 Fragen aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Die Tendenz ist dabei steigend, da die Benutzer der App die Möglichkeit besitzen, eigene Fragen zu verfassen und sie als Vorschlag den Machern zukommen zu lassen. Diese prüfen die Ideen der Nutzer nach folgenden Gesichtspunkten: Die Fragen dürfen noch nicht existieren, sie werden auf Sach- und Rechtschreibfehler hin überprüft, sie müssen angemessen sein und dürfen keine spezifischen Details enthalten. Außerdem dürfen die vorgeschlagenen Fragen nicht gegen das Gesetz verstoßen. Nach dieser Prüfung entscheiden die Zuständigen, ob die Frage in das Spiel integriert oder aussortiert wird.

Das Besondere ist, dass man sowohl gegen seine Freunde, Bekannten, Klassenkameraden und Familienmitglieder spielen kann als auch gegen fremde Personen. Eine Partie besteht aus sechs Runden, die jeweils drei Fragen beinhalten. Jeder der beiden Spieler erhält die gleichen Fragen und für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Für das Beantworten der Fragen hat man nur ein bestimmtes Zeitkontingent. Wer am Ende des Duells die meisten Punkte erreicht hat, bekommt ein positives Rating für seinen Account. Das bedeutet, dass man Punkte sammeln kann und sich somit auf der Deutschlandrangliste nach oben arbeitet. Allerdings werden den Spielern nach verlorenen Partien auch Punkte abgezogen, so dass ein ständiges Auf und Ab herrscht.

Die Fragen sind in 19 Themenbereiche aufgeteilt. Diese reichen von TV-Serien über Kunst und Kultur bis hin zu Wundern der Technik. Die drei Fragen stammen aus einer dieser Kategorien, die zu Beginn einer Runde von einem der Spieler abwechselnd ausgewählt wird. Für Abwechslung ist damit gesorgt, denn die Fragen jeder Runde stammen aus unterschiedlichen Kategorien.

Aber was reizt die Celler Jugendlichen so daran? „Ich spiele es, weil es Spaß macht zu sehen, was man weiß oder nicht weiß. Natürlich auch aufgrund des Nervenkitzels, wenn man gegen Freunde antritt“, so der 17-Jährige Justin Albers aus Celle. Ein weiterer Vorteil: Bei der Erstellung eines Quiz-Accounts muss man lediglich seine E-Mail-Adresse angeben, sich einen noch nicht vorhandenen Benutzernamen aussuchen, ein Passwort auswählen und schon kann man seine Freunde herausfordern.

Und so verbreitet sich Quizduell überall: In der Schule, über Facebook und durch gegenseitiges Erzählen. Fast vier Millionen Deutsche haben schon an der App Gefallen gefunden und fordern sich täglich gegenseitig heraus. „Es macht nicht nur viel Spaß, sondern ist auch ein super Zeitvertreib“, sagt die 16-jährige Luisa Haffke aus Vorwerk.

Dieses Statement bewahrheitet sich nicht nur, wenn man alleine zu Hause ist. Überall sieht man Rätsel-Fans, ob in der U-Bahn, im Bus, in der Schule oder in der Warteschlange. Die Celler Jugendlichen halten die aufkommenden Fragen für insgesamt spannend, bemängeln jedoch einige sehr schwierige und fachspezifische Details. Diese hätten zur Folge, dass man teilweise nur auf sein Gefühl setzen kann und keine andere Möglichkeit besitzt als die richtige Antwort zu erraten. Einen Lerneffekt sieht Luisa Haffke dabei auf jeden Fall, da man sich aufgrund der oftmals interessanten Fragen die korrekten Antworten gut merken könne.

Und die Euphorie geht weiter: Gerüchten zufolge plant der Geschäftsführer der schwedischen Herstellungsfirma Robert Willstedt eine TV-Show aus Quizduell zu machen. Was daraus wird, wird sich zeigen. Doch in einem Punkt sind sich die Celler Jugendlichen einig: Wenn man einmal anfängt zu spielen, ist man schnell infiziert.Zu finden ist die App in dem jeweiligen App- oder Play-Store unter dem Namen Quizduell.

Fiona Meier