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Celle Stadt Ranz&May in Celler Kunst&Bühne: Zwei Herren unter sich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ranz&May in Celler Kunst&Bühne: Zwei Herren unter sich
22:15 12.11.2017
Anzügliche Unterhaltung: Michael Ranz (rechts) und Edgar May sorgen für viele Lacher in Kunst & Bühne. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Die beiden Männer lassen ihr aktuelles und vergangenes Liebesleben Revue passieren und teilhaben an den Veränderungen, die das Älterwerden in Bezug auf nächtliche Zweisamkeit so mit sich bringt. Bei diesem Duo dreht sich alles um das Eine. Wie geht das zusammen mit dem angekündigten Liederabend unter dem Titel „Fräulein, zweimal Herrengedeck“?

Im doppelten Sinne sehr gut: Die beiden Herren favorisieren Schlager der 20er, 30er und 40er Jahre, und die steckten einerseits voller Anzüglichkeiten und drehten sich andererseits um ein Frauenbild, das der Programmtitel in sich trägt und dem von May & Ranz entspricht. „Überschriften sind wichtig“, machten sie zum Auftakt sehr deutlich, mehr als zwei mussten sie noch nicht suchen. Ihr erstes Programm war „Wir kommen zweimal“ überschrieben.

Die Interpretationen der Klassiker „Wo ist meine Braut geblieben?“, „Ich wollt, ich wär ein Huhn“ oder „In der Nacht ist der Mensch nicht gerne alleine“ sind sehr eigen, die Anzüge wirken als Kostüme etwas deplatziert. Aber das Herzstück sind die Dialoge, und dazu passt die Ausstattung, denn diese sind angesiedelt im Hier und Jetzt. Die Traumfräuleins können sie sich zwar herbeisingen, leben müssen sie mit den realen Frauen des aktuellen Jahrtausends – und mit diesen tun sich beide schwer.

Ganz im Gegensatz zum Publikum mit den Witzen rund ums Herrengedeck, es wird gelacht und applaudiert. All jene, die den Titel „Wir kommen zweimal“ für eine Drohung hielten, sind am Samstagabend anscheinend zu Hause geblieben.

Von Anke Schlicht