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Celle Stadt „Raum-Station“ im Glas-Kubus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Raum-Station“ im Glas-Kubus
12:41 05.12.2011
Raum-Station im Kunstmuseum Quelle: Aneka Schult
Celle Stadt

Nach dem erfolgreich bereits dreimal stattgefundenen „Lichtkunst-Labor“ für Kinder und Jugendliche startet das Kunstmuseum Celle nun eine spannende Reise durch den „Kosmos Museum“. In altersspezifischen Führungen und Workshops haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ein Thema, das sie tagtäglich umgibt, zu umkreisen: den gebauten und umbauten Raum. Forschungsschwerpunkte sind das Museumsgebäude selbst, besondere Kunstwerke zum Thema Raum aus der Sammlung Robert Simon sowie die Lichtkunst-Ausstellung „Mischa Kuball: mies-mies“, die sich mit dem berühmten „Barcelona-Pavillon“ von Mies van der Rohe aus dem Jahr 1929 auseinandersetzt.

Im genauen Beobachten, Beschreiben, Erfahren und eigenen Gestalten regt das in fünf Module unterteilte Vermittlungsprogramm „Raum-Station“, das sich an Gruppen richtet, zu einer facettenreichen Auseinandersetzung mit diesen Themen an und lädt zu eigenen Raum-Experimenten ein.

Im ersten Modul „Klang-Bilder“ geht es auf eine geräuschbetonte Entdeckungsreise durch das Haus. Martina Löhle vom Kunstmuseum erklärt: „Wir sammeln Geräusche mit unseren Füßen und machen mit dem Gebäude Musik.“ Auch werden einfache Instrumente gebaut, mit denen man die Raum-Bilder des Malers Ben Willikens oder den „Lichtraum“ von Otto Piene zum Klingen bringt. Im zweiten Modul liegt der Schwerpunkt auf der Sonderausstellung „Mischa Kuball: mies –mies“. Gemeinsam kommt man dem Medien- und Konzeptkünstler auf die Spur und schaut, wie er das Licht

als „Raum-Wandler“ einsetzt. Durch die Unterteilung der Module in Mini-, Midi- und Maxiversionen (Grund-, Mittel- und Oberstufe) werden zusätzliche Denkansätze angeboten.

Das Modul „Raum im Raum“ widmet sich den drei Lichträumen im Museum. Im Mittelpunkt stehen diverse Kunstwerke, deren unterschiedliche und gemeinsame Funktions- und Wirkungsweisen von Licht im Vergleich erarbeitet werden. „Bei allen Versionen ist eine Erweiterung auf einen 90-minütigen Workshop möglich, der zudem eine praktisch-künstlerische Auseinandersetzung beinhaltet“, sagt Löhle. Im vierten Modul heißt es „Kunst-Räume & Raum-Gebäude“. Im Workshop werden Kunstwerke in Kombination mit den Räumen und der Architektur des Kunstmuseums thematisiert. Neben Ben Willikens wird auch Peter Basseler mit seinen Modell-Welten ins Visier genommen. In Modul Fünf werden „Architektur-Räume“ reflektiert. Der Workshop „Architektur sehen lernen“ eröffnet am Modell des „Barcelona-Pavillons“ und anhand des Museums den Blick auf Funktionen, Strukturen und Bauweisen von Gebäuden.

„Raum-Station“ – Kunstvermittlung im Celler Kunstmuseum, Schlossplatz 7. Anmeldung für Kindergärten und Schulklassen unter Telefon (05141) 12685.

Von Aneka Schult