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Celle Aus der Stadt Celle Stadt Raum für Liedermacher
09:04 19.02.2018
Quelle: Peter Bierschwale
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Er habe sich gewundert, dass sich sogar einige Musiker aus Hannover für die Teilnahme an „Songs of Celle“ beworben hätten, erklärte Volker Mertins am Rande der Veranstaltung. Seine Veranstaltung wolle jedoch den jungen Leuten aus dem Celler Raum eine Bühne bieten, die es sonst für Singer-Songwriter in Celle nicht gebe. Manche der auftretenden Sänger würden zwar nicht mehr in Celle leben, aber sie hätten alle noch Verbindungen hierher.

Angelika Franzki eröffnete am Piano das Konzert und sang auf Platt: „Gib niemals auf und geh deinen Weg!“ Das klang gut und blieb im musikalisch üblichen Rahmen, während Volker Mertins seinen Bruder Gerd stilistisch als „Minimal-Deutsch-Alternative“ ankündigte. „Minimal-Deutsch“ traf es vielleicht, weil der Textumfang seiner Lieder recht übersichtlich war, aber es steckte auch eine Pfiffigkeit in der Musik und den Texten. Zu lebhaften Harmonien sang der Gitarrist: „Ich hätte nicht geboren werden sollen, aber keiner hat´s gemerkt!“ Er werde oft zu Partys eingeladen, könne aber „nur uncool tanzen“.

Einen Hannoveraner hatte Mertins dann doch eingeladen, den Singer-Songwriter „Klaasius“ (Klaas Scholtalbers). Dank seines humorvoll-lockeren Auftritts und seiner guten Songs über die „kleinen Dinge im Leben“ gewann er zügig die Sympathien der Zuschauer. Niedlich war die musikalische Liebeserklärung an seine Nichte: „Ich bin für dich da!“, und das Publikum sang den Refrain „Da, da, da“ minutenlang begeistert mit.

Nicht alle Musiker können hier genannt werden, aber insgesamt präsentierten sich alle Songwriter auf hohem Niveau, negative Ausreißer gab es nicht, auch der Hermannsburger Pianist Michael Becker gefiel mit seinen romantischen Liebesliedern.

Bei Asya Pritchards englischsprachigen Liedern hielt das Publikum den Atem an: eine tolle Stimme und ein professioneller Auftritt! Einer der Songs handelte von Menschen, die viel durchgemacht haben, „aber man sieht es ihnen nicht an“: „We‘re like butterflies, we survive everything.“

Beim letzten Lied begleitete Volker Mertins seine Tochter Sarah am Piano zu einem romantischen „Love-Song“: „The Moon never Tells the Truth“. Sarah Mertins‘ toller Gesang regte zum Träumen an, und die Piano-Begleitung passte hervorragend. Das Lied würde sicher auch mit Big-Band-Begleitung hinreißend klingen.

Zum guten Schluss wurde dann Asya Pritchard eine besondere Ehre zuteil: Alle Akteure kamen noch einmal auf die Bühne und begleiteten mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang Pritchards Song „Dance in the Rain“. Ein fröhlich-verrückter Abschluss eines gelungenen Abends.

Von Peter Bierschwale

„Angst“, so nennt sich das Programm, das Schauspieler Matthias Brandt zusammen mit dem Pianisten und Performer Jens Thomas auf Einladung von Kultur Querbeet in der Celler Congress Union dargeboten hat. Da dachten die wenigsten Besucher daran, dass es sich an diesem Abend um eine Zweimannversion des berühmten Hitchcock-Films „Die Vögel“ handeln könnte. Die meisten Besucher dürften diesen Abend im Endeffekt als etwas Derartiges so empfunden haben, genau genommen aber haben Brandt und Thomas nicht den Hitchcock-Film auf die Bühne gebracht, sondern den viel grausameren Text, der als Vorlage für Hitchcock diente, die gleichnamige Kurzgeschichte von Daphne du Maurier vom Beginn der 50-er Jahre.

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