Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Razzia in der Itagstraße in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Razzia in der Itagstraße in Celle
14:44 28.01.2017
Celle Stadt

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen einen 49-Jährigen aus Schleswig-Holstein.

Der Mann steht unter Verdacht, Waffenscheine und andere Zertifikate, die nötig sind, um als Sicherheitskraft arbeiten zu können, gegen Geld verkauft zu haben, wie die Staatsanwaltschaft des Landgerichts Kiel mitteilt. Wie viele Zertifikate er verkauft haben soll und wie viele seiner 'Kunden' somit im Besitz einer Waffe oder einer Anstellung im Sicherheitsbereich sind, ist bislang nicht bekannt.

Insgesamt waren 70 Polizeibeamte aus Kiel sowie fünf Staatsanwälte daran beteiligt, die Wohnungen und Geschäftsräume des Verdächtigen und seiner „Kundschaft“ zu durchsuchen. In einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Kiel heißt es dazu: „Betroffen waren die Wohn- und Geschäftsräume des Hauptbeschuldigten und seiner mutmaßlichen „Kunden“, sowie Geschäftsräume unter anderem der aktuellen Arbeitgeber aus der Sicherheitsbranche und die Räume eines Schießsportvereins.“ Gegen den Hauptverdächtigen wird weiterhin wegen des besonders schweren Falls von Bestechung ermittelt.

Beim Einsatz in Celle waren etwa 20 Beamte vor Ort, wobei auch Polizisten aus Celle eingesetzt wurden, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Durch die besonderen Verhältnisse in dem durchsuchten Wohngebäude in der Itagstraße sei es nötig gewesen, so viele Polizisten einzusetzen, um den Verdächtigen ausfindig zu machen, sagt Oberstaatsanwalt Henning Hadeler. Der Beschuldigte aus Celle könnte einer der „Kunden“ des Hauptverdächtigen sein, so Hadeler weiter.

Die Durchsuchungen, die im Rahmen der illegalen Waffengeschäfte vollzogen wurden, stehen in keinem Zusammenhang mit der bundesweiten Razzia, die die Polizei am Mittwoch gegen Terrorverdächtige aus der rechten Szene unternahm.