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Celle Stadt Rechte Demo: Celler bereit für Gegen-Aktion
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Rechte Demo: Celler bereit für Gegen-Aktion
17:55 24.05.2018
Von Dagny Siebke
Knapp 350 Menschen haben im Januar 2013 friedlich gegen die NPD-Kundgebung der auf dem Kleinen Plan demonstriert. Für den 30. Juni haben sich die "Patrioten Niedersachsen" angekündigt. Das "Bündnis für ein weltoffenes Celle" plant eine Gegen-Aktion. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Die rechtsextreme Gruppierung "Patrioten Niedersachsen" hat auf Facebook für den 30. Juni eine Veranstaltung am Celler Bahnhof erstellt und eine Versammlung bei der Stadtverwaltung angemeldet. "Weil die Stadt Celle zuständige Versammlungsbehörde ist, wissen wir davon", sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner. "Die Teilnehmerzahl wird in einem Kooperationsgespräch vom Versammlungsleiter zu konkretisieren sein." Zudem sei eine Mahnwache für den Bahnhof angezeigt worden.

Die Celler Polizei hält sich bislang bedeckt. Und auch Meißner möchte nicht weiter ins Detail gehen. "Die Stadt Celle ist wegen der angezeigten Versammlungen im stetigen Kontakt mit der Polizeiinspektion Celle. Die Erkenntnisse des Staatsschutzes werden von der Versammlungsbehörde bewertet und gegebenenfalls angewendet."

In Celle formiert sich bereits das "Bündnis für ein weltoffenes Celle". 25 Menschen aus verschiedenen Organisationen, Politik und Initiativen haben sich bereits getroffen. DGB-Regionssekretär Dirk Garvels sagt: "Wir befinden uns intern noch in der Planung. Sollten die Patrioten tatsächlich kommen, wollen wir eine Gegenaktion starten." Das Problem sei, dass jeder bei Facebook von überall aus eine Veranstaltung für Celle erstellen könne.

"Rechte ,Großdemo' entpuppt sich als Mini-Aufmarsch", so lautete die Überschrift des Zeit-Online Blogs "Störungsmelder" zum Protest am 3. Februar in Peine. Wie jetzt in Celle hatten die „Patrioten Niedersachsen“ bei Facebook bundesweit zu einer „Großdemonstration“ nach Peine eingeladen. Neben einem NPD-Politiker aus Göttingen traten damals ein Leipziger Neonazi, ein AfD-Politiker aus Berlin und Jürgen Wirtz von den „Hannoveranern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Hagida) ans Mikrofon. Doch am Ende zogen "nur" rund 90 Rechte durch die Innenstadt. Dem „Peiner Bündnis für Toleranz“ schlossen sich dagegen rund 250 Personen an.

Der Blog "Störungsmelder" berichtete aus Peine, dass die angereisten Teilnehmer der extrem rechten Demonstration zu einem großen Teil aus anderen Bundesländern gestammt hätten. Aus Niedersachsen wären nur ein paar Dutzend Teilnehmer zum Peiner Schützenplatz gekommen.

Für die Einladung nach Celle haben die Patrioten in großen Teilen den Text für die Demo in Peine übernommen. Auch das Motto lautet erneut: "Gegen Fehlpolitik und für soziale Gerechtigkeit dem deutschen Volke."

Ein vor Blicken geschützter Sitzplatz, ein Glas Wasser, eine Toilette in der Nähe und etwas Geduld – mehr braucht eine Einrichtung nicht, um als stillfreundlicher Ort zu gelten. Vor einem Jahr hat die Hebamme Annika Vondracek die Initiative "Stillfreundliche Orte" ins Leben gerufen. Inzwischen tragen 55 Einrichtungen im Landkreis Celle den blauen Aufkleber.

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