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Celle Stadt Regenwassergebühr: Fast 8000 Celler antworten nicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Regenwassergebühr: Fast 8000 Celler antworten nicht
21:21 17.01.2017
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Während Stadtbaurat Ulrich Kinder damit eigentlich ganz zufrieden ist, hätte Martin schon ganz gerne etwas mehr verwertbare Rücksendungen gehabt. Denn auf die Mitarbeiter der Stadtentwässerung kommt jetzt jede Menge Arbeit zu. „7870 Celler haben nicht geantwortet. Jetzt werden wir die Arbeit für die Bürger erledigen, wir werden diese Grundstücke alle schätzen müssen. Das bedeutet einen hohen Personalaufwand“, so Martin.

Neben den beiden Stellen, die zur Erfassung der Niederschlagswassergebühr eigens geschaffen worden waren, würden in den kommenden Monaten auch immer wieder andere Mitarbeiter eingesetzt, wenn sie denn nichts Dringenderes zu tun haben. „Um die Höhe der Gebühr zu schätzen, werden wir Luftbilder, Grundstückspläne und unsere Entwässerungsakten auswerten. Gegebenenfalls werden unsere Mitarbeiter auch vor Ort die Häuser und Grundstücke anschauen“, sagte Martin, der hofft, dass die Überprüfung bis spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Grund für diese Zielmarke: Die Regenwassergebühr kann nur drei Jahre zurück veranlagt werden und die wären 2018 für das erste Jahr der Erhebung abgelaufen.

Dass der Aufwand dabei in vielen Fällen ohne zählbares Ergebnis für den Haushalt des Eigenbetriebs bleiben dürfte, ist Martin und seinen Mitarbeitern durchaus klar. Bereits bei den 16.650 Rückläufern hatte sich ergeben, dass davon nur 4100, also noch nicht einmal 25 Prozent, auch gebührenpflichtig waren.

Es ist genau dieses Verhältnis, das erneut Udo Hörstmann, erklärter Gegner der Regenwassergebühr, auf den Plan rief. „Wie steht es denn um den Aufwand“, wollte der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen wissen und zog damit zum wiederholten Male den Sinn der Gebühr in Zweifel. Martin antwortete Hörstmann mit einer Zahl, die er auch nicht zum ersten Mal auf diese Frage wiedergab: „Wir haben trotz des Aufwands Mehreinnahmen von 400.000 Euro im Jahr.“