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Celle Stadt Regisseurin spricht im Kino achteinhalb über Traum eines Dorfes
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Regisseurin spricht im Kino achteinhalb über Traum eines Dorfes
17:28 15.09.2017
Von Dagny Siebke
Quelle: Hubert
Celle Stadt

Die 51-Jährige stammt aus Müden und ist fasziniert von der Einstellung einiger Dorfbewohner: „Alles, was wir nicht haben, machen wir eben selbst.“ Dieses Mal steht die kleine Gemeinde Oberndorf im Landkreis Cuxhaven im Mittelpunkt. Dadurch, dass es immer mehr junge Familien in Großstädte zieht, leidet Oberndorf unter finanziellen Nöten und nun droht auch noch die baldige Schließung der Schule. Um die Gemeinde zu retten, gründen einige Bewohner eine Aktiengesellschaft, um eine scheinbar skurrile Idee in die Tat umzusetzen: Mit afrikanischen Welsen und Gülle wollen sie auf ihren Feldern Bananenbäume anpflanzen und so neue Perspektiven auf dem Land schaffen.

„Der Film zeigt, dass man aus ganz vielen Träumen auch etwas Konkretes schaffen kann“, erzählt Antje Hubert. Drei Jahre lang begleitete die Regisseurin ihre Protagonisten und durchlebte mit ihnen Fortschritte wie Rückschläge. Beim Filmfestival in Ludwigsburg erhielt Antje Hubert für die spannende Handlung „wie im Spielfilm“ den Publikumspreis. Die Zuschauer fiebern mit, wie zwei zugereiste Grafikdesignerinnen, ein Rentnerehepaar, ein um seinen Hof kämpfender Landwirt, und ein Projektentwickler aus Berlin über sich hinauswachsen.

Antje Hubert lebt inzwischen in Hamburg und freut sich auf ihren Besuch im Kino achteinhalb am kommenden Mittwoch. „Ich mag das Programm und das Publikum. Die Betreiber haben sofort verstanden, was ich mit dem Film erzählen will. Die Gäste sind immer sehr diskussionsfreudig.“ Gezeigt wird der Film in Kooperation mit der Bürgerinitiative Flotwedel und der Celler Initiative „Land in Sicht - Transition“ (LIST). Zudem sei Antje Hubert gespannt, was die Cineasten zur poetischen Ebene des Films sagen.