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Celle Stadt Reizvolle Raritäten bei Konzerten des Celler Künstlervereins
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Reizvolle Raritäten bei Konzerten des Celler Künstlervereins
16:10 12.01.2017
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Der Reigen der Veranstaltungen im Celler Beckmannsaal beginnt am 13. Februar mit dem Katona Gitarren-Duo, das bekannte, aber anspruchsvolle Werke von Bach, Mozart und Händel mit populären Klängen von Albeniz, Kodaly und Django Reinhardt und eigener Musik kombiniert. Man darf gespannt sein, wie Mozarts Titus-Ouvertüre oder Bachs fünfte Französische Suite für Gitarren-Duo klingt. Das zweite Konzert am 25. April hat besondere Celle- und Hannover-Bezüge. Ist doch die Cellistin des Ensembles Cemieux, Eva Sophie Albrecht, sowohl mit dem noch heute bekannten Celler Stadtkantor Fritz Schmitt als auch mit dem umstrittenen Maler Erich Klahn und dem früheren Chefdirigenten der hannoverschen Staatsoper, George Alexander Albrecht, verwandt. Auf dem Programm stehen die sehr effektstarken Solostücke für Klarinette von Igor Strawinsky, ein Streichquartett von Joseph Haydn und das berühmte Klarinettenquintett von Johannes Brahms.

Auch das Konzert mit dem Pianisten Wolfgang Manz am 12. Mai bringt nicht nur bekannte Klänge von Franz Schubert und Robert Schumann in den Beckmannsaal, sondern auch eine Rarität von Felix Mendelssohn und acht hochinteressante Klavierstücke von Frank Martin. Noch raritätengesättigter wird der Abend für Violine und Klavier am 16. Juni sein, wenn neben Paul Hindemiths Violinsonate Werke von Martinu, Szymanowski und Suk zur Aufführung gebracht werden sollen. Wie immer, so wird es auch dieses Jahr wieder ein Kammermusikkonzert mit barockem Programm geben. Das Ensemble Stilart hat sich zusammen mit Sopranistin Marie Friederike Schöder vor allem Stücke von Bach und Telemann vorgenommen. Dieses Konzert am 17. September wird als einziges im Großen Festsaal des Schlosses stattfinden. Zum Jahresbeschluss wird sich das Publikum dann nicht nur auf eines der Meisterwerke für Klaviertrio, dasjenige in Es-Dur von Franz Schubert, freuen können, sondern auch noch auf die Rarität des Klaviertrios in der gleichen Tonart von Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Dieses wird von dem gerade in den letzten Jahren zunehmend bekannter gewordene Hyperion Trio gespielt werden.

Neben diesen Konzerten erwartet das Künstlervereinspublikum 2017 noch drei Vorträge, unter anderem einen zu dem vor 200 Jahren gestorbenen, wenig bekannten Celler Dichter Ernst Schulze.

Von Reinald Hanke