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Celle Stadt Restarbeiten in der Unterrichtszeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Restarbeiten in der Unterrichtszeit
15:23 26.08.2010
Schulen im Stadtgebiet werden teils trotz Unterricht noch umgebaut - hier der Bau der Mensa am Ernestinum Restarbeiten in der Unterrichtszeit: An Celler Schulen wird noch gebaut - Sommerferien zu kurz, um Sanierungen abzuschließen / Schulen loben Landkreis dennoch - Kaum ist die Schule zu den großen Ferien aus, halten die Handwerker in den Gebäuen Einzug. Die sechs Wochen im Sommer sind für Sanierungsarbeiten aller Art ideal. Manche Umbauten erstrecken sich leider bis in die Unterrichtszeit. Schüler und Lehrer müssen teilweise Baulärm in Kauf nehmen. Dennoch gibt es kaum Grund zur Klage, die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Schulen verlaufe hervorragend. - Von Björn Schlüter - CELLE. Hämmern, meißeln, bohren – seit rund drei Wochen läuft in Celle wieder der Schulbetrieb, doch an manchen Bildungsstätten wird parallel noch gebaut. Der Landkreis Celle als Schulträger ist in der Pflicht, die Gebäude in Schuss zu halten. Dafür versuchen die Verantwortlichen möglichst effektiv die Ferien zu nutzen. - „Der Landkreis Celle wird in diesem Jahr Bauvorhaben in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro an den Schulen der Stadt Celle in Kreiseigentum bearbeiten“, sagt Ulf Werner, leitender Ingenieur beim Landkreis Celle. Dieses gewaltige Bauvolumen komplett in den Sommerferien umzusetzen, sei schon allein wegen der erforderlichen Ausführungszeiten nicht möglich gewesen. - Durch enge Zusammenarbeit mit den Schulleitungen oder deren Baubeauftragten seien Arbeiten, die bis in die Schulzeit hineinreichen so ausgelegt, dass sie möglichst belastungsarm für den Alltagsbetrieb ausfallen. So seien teils Ersatzräume zur Verfügung gestellt oder besonders lärmintensive Arbeiten in spezielle Zeitfenster verlegt worden. Werner: „Unsere Handwerker arbeiten, um dies zu realisieren, notfalls und dankenswerter Weise auch nachts und an Wochenenden.“ - Am Schulzentrum Burgstraße gab es in diesem Sommer drei große Sanierungsposten. „Die Toilettenanlagen sind Quelle: Torsten Volkmer
Celle Stadt

Hämmern, meißeln, bohren – seit rund drei Wochen läuft in Celle wieder der Schulbetrieb, doch an manchen Bildungsstätten wird parallel noch gebaut. Der Landkreis Celle als Schulträger ist in der Pflicht, die Gebäude in Schuss zu halten. Dafür versuchen die Verantwortlichen möglichst effektiv die Ferien zu nutzen.

„Der Landkreis Celle wird in diesem Jahr Bauvorhaben in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro an den Schulen der Stadt Celle in Kreiseigentum bearbeiten“, sagt Ulf Werner, leitender Ingenieur beim Landkreis Celle. Dieses gewaltige Bauvolumen komplett in den Sommerferien umzusetzen, sei schon allein wegen der erforderlichen Ausführungszeiten nicht möglich gewesen.

Durch enge Zusammenarbeit mit den Schulleitungen oder deren Baubeauftragten seien Arbeiten, die bis in die Schulzeit hineinreichen so ausgelegt, dass sie möglichst belastungsarm für den Alltagsbetrieb ausfallen. So seien teils Ersatzräume zur Verfügung gestellt oder besonders lärmintensive Arbeiten in spezielle Zeitfenster verlegt worden. Werner: „Unsere Handwerker arbeiten, um dies zu realisieren, notfalls und dankenswerter Weise auch nachts und an Wochenenden.“

Am Schulzentrum Burgstraße gab es in diesem Sommer drei große Sanierungsposten. „Die Toilettenanlagen sind rechtzeitig fertig gewesen, die Turnhalle eine Woche später als geplant. Aktuell wird noch an der Demontage einer Außentreppe gearbeitet“, sagt Hans-Heinrich Thies, Schulleiter der Realschule Burgstraße. Durch das sommerliche Wetter wurde Sport ohnehin draußen angeboten und auch sonst sei von Baulärm durch die Sanierungsarbeiten kaum etwas zu berichten. Thies: „Die Ingenieure beim Landkreis sind wirklich sehr um das Wohl der Schulen bemüht. Dass nicht alle Arbeiten in den Ferien fertig werden ist verständlich und wenn es dann mal laut wird, ist das kein Problem.“ Aktuell würden manche Klassenräume gestrichen, während die Schüler ihre Klassenfahrten genießen.

Ähnliche Erfahrungen hat auch Ulf Krüger gemacht. „An der Schulküche gibt es noch einige Schönheitsarbeiten und die Fassade der Sporthalle wird noch gemacht“, berichtet der Schulleiter der Realschule Westercelle. „Insgesamt haben die Arbeiten ganz hervorragend geklappt und wir werden im Unterrichtsablauf überhaupt nicht davon behindert.“

In manchen Planungen haben die Ferien ohnehin keine Rolle gespielt. Werner: „Um die Schulgebäude an die heutigen Anforderungen anzupassen und strukturelle Wünsche der Schulen zu erfüllen, kommen wir um Bauarbeiten außerhalb der Sommerferien nicht herum.“ Beispielsweise der Erweiterungsbau am Hermann-Billung-Gymnasium (HBG) oder verschiedene Arbeiten im Rahmen des Konjunkturprogramms wie die Fassadensanierung am HGB oder der Mensabau am Ernestinum erforderten an Planungs- und Bauschritten ein größeres Zeitfenster als sechs Wochen Ferien.

Ferien-Bauarbeiten an Schulen im Stadtgebiet

●Realschule Westercelle: Sanierung Sporthalle – 350000 Euro (bis Mitte September), Sanierung der Schulküche – 80000 Euro (fertig).

●Schulzentrum Burgstraße: Sanierung der Toilettenanlage 45000 Euro (fertig), Erneuerung Sportboden Halle 1 – 100000 Euro (fertig), Demontage einer außentreppe – 100000 Euro (Restarbeiten im August).

●KAV I: Erneuerung der Alarmierungsanlage und Sicherheitsbeleuchtung – 65000 Euro (rund 50 Prozent in den Ferien fertig).

●KAV III: Erneuerung der Alarmierungsanlage und Sicherheitsbeleuchtung – 40000 Euro (fertig), Sanierung von zwei Klassenräumen und Fluren – 20000 Euro (fertig), Dachsanierung – 100000 Euro (zu rund 80 Prozent in den Ferien abgeschlossen).

●Kreismusikschule: Zusammenlegung von Unterrichtsräumen – 20000 Euro (fertig), Erneuerung der Stützmauer – 75000 Euro (fertig).

●Hölty Gymnasium: Sanierung der Schüler-WCs – 45000 Euro (fertig), Renovierung von zwei Unterrichtsräumen – 15000 Euro (fertig).

Von Björn Schlüter