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Celle Stadt Rockbands bringen CD-Kaserne zum Kochen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Rockbands bringen CD-Kaserne zum Kochen
17:14 20.02.2012
Die Trendkill Rockshow mit sechs Bands brachte die CD-Kaserne zum Kochen. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Die „Bizzibones“ aus Hannover gaben am Sonnabend schon zum Auftakt des Celler Rockabends im Stile der legendären „Motörhead“ der Fangemeinde mächtig was auf die Ohren. Ein Intro, das nicht jedermanns Sache war. „Zu laut, nicht mein Ding, Ich gehöre wohl einer anderen Rock-Generation an“, sagte Thomas (51) aus Wietze. „Aber gut, dass überhaupt so etwas hier gemacht wird.“

Macher der Veranstaltung ist Tony Mulkes, im richtigen Leben Tätowierer, und auf der Bühne Gitarrist der Celler Band „Dynamite Roadkill“. Sein Motiv: „Wir wollten mal eine klassische Rock-Show machen, in der für jeden etwas dabei ist." Und es schien, als sei auch jedermann der Celler Rockgemeinde vor Ort. Die CD-Kaserne meldete „ausverkauft“.

„The Nitty Gritty“ aus Dänemark , die als zweite von sechs Gruppen die Bühne rockte, konnte Thomas aus Wietze noch nicht versöhnen. Wie die original „Nitty Gritty Dirt Band“ bot die Coverband überwiegend sogenannten „schmutzigen Garage-Rock“. Nur selten flossen ruhigere Country-Rock-Klänge ein, wie sie auf der LP ihrer Vorbilder „Will The Circle Be Unbroken“ zu hören sind.

„Cracks & Scars“ ließ es ebenfalls krachen. Die Hannoversche Gruppe um Frontman Frank „The Tank“ Kurowski, ebenfalls kein Freund leiser Töne, zog eine tolle Bühnenshow ab. Das Publikum tobte begeistert mit, forderte erfolgreich Zugaben, was in der Folgezeit ständige Übung wurde.

Aus Rostock und Berlin waren „Coogans Bluff“ angereist, die mit psychedelischem Rock im Stil der späten Achtziger punkteten. Posaunist Stefan Meinking: „Ich denke, wir sind gut angekommen“, sagte er und signierte ein Plakat, das ihm Fan Jan Hendrik Brandt aus Achim vorgelegt hatte. Brandt war sehr angetan vom „Preis-Leistungs-Verhältnis“ der Celler Rock-Show.

Die Lokalmatadoren. „Dynamite Roadkill“ aus Celle standen für den „hellen Wahnsinn“ des Abends. Mutz Hempel (Gitarre, Gesang), Gregor Heise (Drums), Joschi Wohlgemuth und Tony Mulkes legten eine Show hin, an der auch ihre Vorbilder wie AC/DC wahre Freude gehabt hätten.

Auch die reine AC/DC- und ZZ-Top-Coverband „IV Of The Dark“ aus Walsrode brachte Rock, der in Glieder und Ohren ging. Mulkes und CD-Kaserne boten eine Rocknacht, die auf Wiederholung drängt.

Von Gert Neumann