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Celle Stadt Rocktail macht Lust auf mehr
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Rocktail macht Lust auf mehr
15:53 26.12.2016
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

„Crossbattle II – Revolution“ war das Motto der Show. Neu war dieses Mal aber: Die Handlung begann dort, wo sie im Vorjahr aufgehört hatte. Und außerdem wurde bereits klar, dass es im nächsten Jahr noch einmal weitergeht. Dann wird die Trilogie abgeschlossen.

Eine Bar in Rockville. Hier wird dann schon deutlich, dass sich die Bewohner nicht so wirklich grün sind untereinander. Und dass der Teufel dies benutzen wird, um erneut einen Versuch zu unternehmen, an die Herrschaft zu kommen. Er lockt die Bewohner mit einem lukrativen Plattenvertrag – der gleichzeitig bedeutet, dass mit der Unterschrift auch die Seele verloren ist.

Abwechslungsreich ging es zu, was die Musik anbetrifft. Da erklang das altbekannte „Kids in America“ ebenso wie „Summer Wine“ oder „Big Spender“. Fans von Hip Hop und Rap ("Finger am Kopp“) kamen ebenso auf ihre Kosten wie die von Hardrock („Hells Bells“ oder „Paradise City“) oder Pop („Against all Odds“, „Mama“). Musiker und Sänger brauchten da wirklich keinen Vergleich zu scheuen. Allen voran Danny Metchenski, der mit eindrucksvoller Stimme und gestenreich das Böse auf die Bühne brachte. Anja Ohnhold, Lynn Heinrich, Eva Dreschel, Wiebke Dralle und Sandra Barclay erwiesen sich als stimmgewaltig. Bei den Sängern überzeugten „Matcho“ Herzstein, Gerry Garm, Kevin Busse oder Michael Wagenblast.

Wiebke Dralle war denn mit dem Ergebnis letztlich zufrieden. „Es ist schon ein wenig stressig, weil man eigentlich immer präsent sein muss“, sagte sie. „Und man fragt sich immer, ob man es so gut hinbekommen hat wie bei den Proben.“

Ein wenig schade war allerdings, dass der Chor „Einklang“ im Saal so gut wie nie zu hören war. Vor allen Dingen bei „Sound of Silence“, dem ruhigen Stück gegen Ende der Show, war zu hören, welch ein Klangkörper da seinen Teil beisteuerte. Dazu kam, dass über die rund vier Stunden der Spannungsbogen einige Male arg überspannt wurde. Dies geschah durch zu lange Pausen beim Instrumentenwechsel zwischen zwei Songs, aber auch schon einmal aufgrund des fehlenden Tons, weil ein Mikrophon zu spät aufgezogen wurde und so der gesprochene Text nur halb zu verstehen war.

So darf man gespannt sein, wie das Ensemble um Ideengeber Ingo Bloeß diese Geschichte im kommenden Jahr zu Ende führen wird – gleichzeitig auch als Finale zum Stadtjubiläum und zum Reformationsjubiläum.