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Celle Stadt Romantisches Konzertprogramm in der Congress Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Romantisches Konzertprogramm in der Congress Union
16:17 27.05.2015
Celle Stadt

Ganz im Zeichen der Romantik steht das Konzert des Celler Kammerorchesters unter der Leitung von Eckhard Pohl am Sonntag, 7. Juni, um 19.30 Uhr in der Congress Union. Das abwechslungsreiche Programm wird eröffnet mit „Solveigs Lied“, einem der populärsten Teile der stimmungsvollen Bühnenmusik, die der norwegische Komponist Edvard Grieg zu Henrik Ibsens „Peer Gynt“ verfasste.

Es folgt Max Bruchs berühmtes, auf hebräischen Melodien beruhendes „Kol Nidrei“, eine Komposition von elegischer und hymnischer Stimmung, in der sich seufzerhaftes Pathos und ruhiges Schreiten gegenüberstehen und durch eine klanglich schwelgerische Orchesterbegleitung miteinander verbunden werden. Daran schließt sich die „Méditation“ für Solovioline und Orchester aus Jules Massenets Oper „Thaïs“ an. Mit ihren pastoralen religiösen Anklängen wird in der Oper der Beginn der Bekehrung der Kurtisane Thaïs‘ zum Christentum meditativ wirkungsvoll untermalt.

Mit dem dialogischen Doppelkonzert „La Muse et le Poète“ für Violine, Violoncello und Orchester geht es danach mitten hinein in den „duftigen Salon“ von Camille Saint-Saëns mit seinem Stilmix aus später Klassik und ausgehender Romantik. Vervollständigt wird der Konzertabend mit Georges Bizets Sinfonie Nr. 1 (C-Dur). Bizet komponierte sie im Alter von siebzehn Jahren. Aufgrund ihrer vollendeten Struktur, ihres Charmes und der Frische der Inspiration hat die Sinfonie weit über den Orchestergraben hinaus erhebliche Bedeutung erlangt. Denn nicht nur Musiker, sondern auch Tänzer fühlen sich von der klaren Rhythmik und dem leichten Tonfall dieses jugendlichen Geniestreiches angezogen, so dass zu dieser Musik auch zahlreiche bedeutende Choreographien entstanden sind.

Die Solisten des Abends sind Christine Schwarz (Violine) und Sven Holger Philippsen (Violoncello), beide aus Hannover. Eintrittskarten gibt es zum Preis von 11 bis 20 Euro. Schüler zahlen die Hälfte.

Von Rolf-Dieter Diehl