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Celle Stadt Rund 2000 Besucher beim Imkertag: Celle sticht Soltau aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Rund 2000 Besucher beim Imkertag: Celle sticht Soltau aus
17:27 22.01.2017
Emsig wie im Bienenstock ging es zu beim Norddeutschen Großimkertag in der Congress Union. Imker aus ganz Norddeutschland kamen, um sich über die neuesten Trends in der Bienenzucht auszutauschen. Quelle: Alex Sorokin
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Thematisch standen unter anderem zwei Diskussionspunkte im Vordergrund, wie die Organisatoren Klaus Ahrens, Frank Osterloh und Hinnerk Völker sagten: das Bienensterben und die politische Wahrnehmung. „Auf Länderebene werden wir sehr gut wahrgenommen, auf Bundesebene hingegen nicht“, sagt Osterloh. Und das, obwohl die Biene das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein in Deutschland sei.

Rund 2000 Imker und Interessierte zog es in die Congress Union, um über diese und weitere Themen rund um die Bienenzucht zu sprechen. Und in Zukunft könnten noch mehr Besucher zum Norddeutschen Großimkertag kommen, erklärt Ahrens. „Zu den Imkertagen in Süddeutschland kommen bis zu 5000 Besucher.“ Es ist also noch Potenzial vorhanden, was auch der hiesigen Wirtschaft zugute käme, so die Organisatoren.

Zuvor trafen sich die norddeutschen Imker über viele Jahre in Soltau, um sich untereinander auszutauschen. Doch aufgrund eines Wasserschadens mussten neue Räumlichkeiten für die Imkertagung gefunden werden. Ein Wink des Schicksals, finden die Organisatoren. Denn „die Veranstaltung ist durch die ansteigenden Besucherzahlen aus Soltau hinausgewachsen“, sagt Osterloh. Also müsse jetzt ein anderer Ort gefunden werden.

Die Allerstadt bot sich an, da sie schon seit Jahrhunderten eine der Honig-Metropolen im deutschen Raum war. Und auch die Celler Politik bemühte sich, die Imker in die Congress Union zu holen, wie die Organisatoren erklären. „Es gab Überlegungen, wo wir hingehen. Hannover war zum Beispiel auch im Gespräch. Aber die Stadt Celle hat sich sehr bemüht. Außerdem zeigt die Geschichte und auch das hiesige Bieneninstitut, dass sehr viel für Celle spricht“, sagt Osterloh. „Celle hat eine große Bedeutung für die Imkerschaft“, ergänzt Ahrens. Und nicht zuletzt mit der Congress Union auch einen geeigneten Veranstaltungsort, der mehr Platz biete als in Soltau. „Dass wir hier die Vorträge und die Aussteller unter ein Dach kriegen, ist ein Riesenfortschritt“, so Völker.

Trotz der vielen Vorteile, die Celle als Standort biete, sei das Wochenende zunächst ein „Probelauf“. Doch der verlief bereits äußerst vielversprechend. Und nicht nur die Organisatoren zeigten sich vom neuen Veranstaltungsort angetan. „In Soltau kam man an die Kapazitätsgrenze. Hier ist es viel größer und übersichtlicher. Auch die Verkehrsanbindung ist besser durch die gute Bahnanbindung“, sagt Rebecca Hartje. Die 28-jährige Imkerin aus Sarstedt nahm zum dritten Mal an den Norddeutschen Großimkertagen teil.

Auch Hobbyimker Wolfgang Zeller ist begeistert: „Das hier ist die gehobene Klasse und besser als in Soltau. Die Aussteller können sich hier besser präsentieren. Auch andere sind begeistert. Ein Imker aus Schleswig-Holstein meinte zu mir, es sei zwar etwas teurer, aber die Congress Union stelle ganz schön was dar. Die ganze Atmosphäre ist hier schon eine andere. Und als Wahtlinger konnte ich ganz einfach mit dem Fahrrad herkommen.“