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Celle Stadt SEPA: Celle gefühlt gut gerüstet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SEPA: Celle gefühlt gut gerüstet
19:09 10.01.2014
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Die einen werden aufatmen, die anderen wollen die Umstellung sofort. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Fristverlängerung für die Einführung des SEPA-Verfahrens (eigentlich zum 1. Februar dieses Jahres) spaltet die Gemüter. Während vor allem die Banken auf die Einhaltung des Termins pochen, dürften vor allem viele kleine Betriebe und auch Vereine froh sein, wenn sie noch einmal sechs Monate Zeit bekommen, um die notwendigen Schritte zu erledigen.

In Celle scheinen die Wirtschaft und die Vereine gut gerüstet. Aber mehr als ein Gefühl ist das nicht. Genaue Zahlen, wie viele Betriebe und Organisationen vor Ort schon auf das neue Zahlungsverfahren umgestellt haben, hat niemand. Auch nicht die Banken.

"Wir haben sehr viel informiert, haben viele Kunden persönlich angesprochen, es kamen aber auch einige Anfragen auf den letzten Drücker. Genau einschätzen kann ich es nicht", berichtet Andrea Schmidt, Projektleiterin SEPA bei der Sparkasse Celle. Andererseits habe sie auch von Betrieben gehört, die gesagt hätten, dass SEPA sie nicht interessiere.

Und das kann schwerwiegende Folgen haben. Vor allem wer vom Lastschriftverfahren abhängig ist, muss ohne SEPA mit Zahlungsausfällen rechnen. Die alten Kontodaten werden nach der Umstellung nicht mehr akzeptiert. Die Rechenzentren schließen für diese Datensätze die Leitungen.

Betroffen könnten in erster Linie Vereine sein. Sie ziehen ihre Mitgliedsbeiträge per Lastschriftverfahren ein. Beim Kreissportbund macht man sich allerdings keine Sorgen: „Ich denke, dass die Vereine im Landkreis Celle sehr gut reagiert haben", so Geschäftsführerin Sigrid Müller.

Dieser Meinung ist auch Michael Wilkens, Leiter der Celler IHK-Geschäftsstelle, für den Bereich der lokalen Wirtschaft. "Der Großteil der Unternehmen ist gut vorbereitet", so Wilkens. Die große Resonanz bei den Infoveranstaltungen bestätigten diesen Eindruck. Kleinere Unternehmen könnten aber Probleme bei der Umstellung bekommen.

Bei den Geldinstituten möchte man keine falschen Signale an diejenigen senden, die die SEPA-Umstellung haben schleifen lassen. "Der Termin 1. Februar 2014 ist weiterhin der festgelegte Umstellungstermin. Alle Unternehmen und Vereine sollten an dem Ziel festhalten, zu diesem Termin die Umstellung umgesetzt zu haben. Sofern der Vorschlag einer Fristverlängerung beschlossen wird, ist dieses als Rettungsanker für diejenigen zu verstehen, die die Sepa-Umstellung zu spät begonnen haben und nicht rechtzeitig abschließen", äußert sich Marko Volck, Pressesprecher der Celler Volksbank.