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Celle Stadt SPD fordert mehr Geld für Kita-Betreuung im Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SPD fordert mehr Geld für Kita-Betreuung im Landkreis Celle
18:37 25.01.2017
Von Christopher Menge
Die Betreuung der Kinder im Landkreis Celle soll verbessert werden. Dafür sollen die Gemeinden nach Wunsch der SPD 2,2 Millionen Euro erhalten. Quelle: Julian Stratenschulte
Celle Stadt

„Kinderbetreuung ist für uns eines der wichtigsten Themen – mit unserer Initiative wollen wir Bildung und Familienfreundlichkeit im Celler Land nachhaltig stärken“, erklären der Vorsitzende der SPD Landkreis Celle, Maximilian Schmidt, und der Fraktionsvorsitzende Mathias Pauls unisono. „Unser Ziel ist dabei mittelfristig Gebührenfreiheit, ganz konkret sollen mit den zusätzlichen Mitteln die Elternbeiträge in einem ersten Schritt stabilisiert werden, sodass die Städte und Gemeinden die Gebühren nicht weiter anheben müssen.“ Außerdem solle das Geld eingesetzt werden, um die Betreuungsqualität weiter zu steigern, beispielsweise durch verlängerte Betreuungszeiten. Die Gemeinden sollen so um weitere 1,1 Millionen Euro für die Finanzierung der Kindertagesstätten entlastet werden.

„Wir wissen, dass diese Mittel von den Kommunen dringend benötigt werden – deshalb wollen wir die Entlastung bedarfsgerecht weiter auf 15 Prozent erhöhen“, sagt der SPD-Kreistagsabgeordnete Andreas Knoke. „Der Vorteil dieser Verwendung ist, dass die Mittel zweckgebunden sind: Statt nur die Kreisumlage zu senken, halten wir diesen Weg für den besten, weil der Kreis so direkt beim Thema Kita-Betreuung unterstützen kann. Bei einem prognostizierten Überschuss des Landkreises in Höhe von 8,5 Millionen Euro wäre diese Entlastung eine sinnvolle Zukunftsinvestition.

„Auch uns liegt die Kinderbetreuung sehr am Herzen“, sagt die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Silke Kollster. „Deshalb begrüßt die CDU-Fraktion den Vorschlag des Landrats, die Zuschüsse des Landkreises für das Personal der Kindertagesstätten und Krippen auf 12,5 Prozent zu erhöhen.“ Ob es vertretbar sei, den Zuschuss auf 15 Prozent anzuheben, sei mit Blick auf den gesamten Haushalt und einer Reihe von „sehr teuren Anträgen der SPD wie mehr Geld für die Schülerbeförderung, Bau neuer Rettungswachen oder die Einführung einer teuren Gesundheitskarte für Asylbewerber“ zu erwägen. „Schließlich führt jede zusätzliche Ausgabe dazu, dass weitere Kredite aufgenommen werden müssen und sich so der bereits jetzt sehr hohe Bestand an Investivschulden noch weiter erhöht“, sagt Kollster. „Die CDU-Fraktion wird das Thema aber gemeinsam mit ihren Gruppenpartnern WG Landkreis und FDP im Rahmen der Gesamtberatung des Haushalts in ihren nächsten Sitzungen erörtern.“