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Celle Stadt SPD will Gesundheitsförderung in Celle verbessern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SPD will Gesundheitsförderung in Celle verbessern
19:22 19.09.2017
Von Dagny Siebke
Immer mehr Celler leiden unter lebensstilbedingten Erkrankungen wie Diabetes. Besonders hoch ist das Risiko bei armen Menschen. Quelle: Jens Kalaene
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Das Thema Gesundheitsprävention ist in aller Munde. Denn Erkrankungszahlen und Gesundheitskosten für lebensstilbedingte Erkrankungen wie bei Typ-2-Diabetes steigen kontinuierlich an. „Beispielsweise kann bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und chronischer Bronchitis von einem zwei- bis dreifach erhöhtem Erkrankungsrisiko in den sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen gesprochen werden“, zitiert Michael Rühe, SPD-Ratsherr, einen Experten vom Robert-Koch-Institut in Berlin.

„Städte, Gemeinden und Landkreise gestalten die Lebensbedingungen der Bürger maßgeblich mit und besitzen dadurch einen großen Einfluss auf deren Gesundheitschancen. Aufgrund ihres verfassungsmäßigen Selbstverwaltungsrechts kommt ihnen für die kommunale Gesundheitsförderung eine wichtige Funktion zu“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Rodenwaldt.

"Sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch die kommunalen Spitzenverbände sowie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung empfehlen, einen solchen qualitativen Entwicklungsrahmen für die Kommunen zu implementieren", heißt es in der Antragsbegründung.

Da Krankheiten und ihre Risikofaktoren in der Bevölkerung sozial bedingt ungleich verteilt seien, so die SPD, wollen die Sozialdemokraten gerade Menschen in sozial benachteiligter Lage bei der Gesundheitsförderung unterstützen. Erreichen möchte Ratsherr Rühe diese Zielgruppe an Orten, wo die Celler im Alltag viel Zeit verbringen. So schlägt er vor, die Rahmenbedingungen in Schulen, Kitas, am Wohnort, am Arbeitsplatz und in stationären Pflegeeinrichtungen gezielt unter Mitwirkung der Betroffenen zu verbessern. So erreiche man auch Menschen, die selten an Gesundheitskursen teilnähmen.