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Celle Stadt SPD will zentrale Skateranlage für Jugendliche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SPD will zentrale Skateranlage für Jugendliche
16:16 05.05.2011
Von Oliver Gatz
Jugendliche auf der Skateboardrampe n der CD-Kaserne. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Familienfreundlich soll Celle sein. Das schließt auch geeignete Treffpunkte für Jugendliche ein. Davon gibt es aus Sicht der SPD-Ratsfraktion aber zu wenige. Sie sieht Handlungsbedarf.

Immer wieder sind Jugendliche in der Vergangenheit störend aufgefallen, haben Kinderspielplätze vermüllt hinterlassen oder mit ihrem Verhalten Anwohner auf die Palme gebracht. Deshalb schlagen die Sozialdemokraten vor, eine Skater- und Freispielanlage in innenstadtnaher Lage zu errichten – als Ergänzung zu der vorhandenen Anlage an der CD-Kaserne, die dem Vernehmen nach gut genutzt wird.

„Wie glauben, dass der Bedarf für eine weitere Anlage vorhanden ist“, begründet SPD-Ratsfrau Eva von Groddeck, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, den Antrag ihrer Fraktion. Ob nun Skaten, Fußball oder Frisbee: Ein solcher Platz sollte den Jugendlichen genug Raum bieten, um sich austoben zu können.

Die SPD fordert die Stadtverwaltung auf, eine geeignete Fläche zu suchen und sich Gedanken darüber zu machen, wie eine solche Anlage gestaltet werden kann. Bei der Standortfrage haben die Sozialdemokraten bereits drei Vorschläge gemacht: der westliche Teil der Triftanlagen in Höhe des Gefängnisses, die freie Fläche zwischen Neuenhäuser Straße, Meteorstraße und Wiesenstraße gegenüber dem Combi-Markt sowie das Areal an der Trüllerstraße zwischen dem Combi-Markt und der Fuhse. „Neuenhäusen und die Heese sind zwei große Stadtteile mit vielen jungen Leuten“, begründet von Groddeck die Überlegungen.

Aus Sicht der SPD haben die genannten Plätze den Vorteil, dass sie wegen der Nähe des Einkaufsmarktes, des Gefängnisses und anliegender Straßen einsehbar und damit kontrollierbar seien. Außerdem gebe es keine oder – wie in der Trift – nur eine minimale Nutzung der Flächen. Letzteren Standort hält die SPD trotz des Spielplatzes und der Denkmalanlagen für geeignet.

Für die Rampenanlage könnten Sponsoren gesucht werden, schlägt die SPD mit Blick auf die Finanzierung vor. Dadurch könnten Firmen, Clubs und Vereine, die junge Leute suchen, etwas für den Nachwuchs tun.

„Wie die Vorkommnisse rund um verschiedene Kinderspielplätze zeigen, beklagen Jugendliche immer wieder, dass es ihnen an Orten fehlt, an denen sie sich ,einfach so’ treffen können“, heißt es in dem SPD-Antrag. Eine Freispielfläche für Jugendliche sei hier der ideale Ansatz. Um die Attraktivität zu erhöhen, soll nach Vorstellung der SPD die Fläche teilweise mit einer Rampenanlage bebaut werden. Skaten sei längst kein kurzfristiger Trendsport mehr. Im familienfreundlichen Städtebau seien Skateranlagen und Freispielflächen heute eine Selbstverständlichkeit, heißt es.