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Celle Stadt SVO erhöht Preise und kündigt Teldafax
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SVO erhöht Preise und kündigt Teldafax
17:22 16.06.2011
Erdgasmarkt CELLE. Gut 90 Euro mehr muss in den Ausgaben eines durchschnittlichen Haushalts ab dem 1. August für Gas einplant werden, wenn er Kunde bei dem Celler Energieversorger SVO ist. "Wir müssen den Preis um 0,45 Cent pro Kilowattstunde erhöhen. Das entspricht für eine Familie mit vier Personen und rund 20000 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr etwa 7,50 Euro pro Monat oder 7,7 Prozent“, sagte Ralf Horst, Sprecher der SVO. - Als Grund für die Preiserhöhung nennt das Unternehmen deutlich erhöhte Einkaufspreise. „Wir verzeichnen seit 2009 einen starken Anstieg der Preise für Erdöl“, sagt Kersten Koschoreck, Vertriebsleiter der SVO Vertrieb. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben aber lange Zeit diesen Anstieg nicht weitergeben müssen, weil es im Gasmarkt deutliche Bewegung gegeben hat. - So gilt die alte Regelung, dass der Gaspreis an den des Öls gekoppelt ist, nur noch bedingt. „Es hat zwei Entwicklungen auf diesem Markt gegeben. Zum einen ist durch die Wirtschaftsflaute in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach Gas gesunken. Gleichzeitig sind in den USA weitere Vorkommen entdeckt worden, so dass die Vereinigten Staaten von einem Importeur zum Exporteur beziehungsweise Selbstversorger geworden ist“, erklärt Koschoreck. - So entstand ein Überschuss im Angebot und dadurch ein unabhängiger Markt, der auch Druck auf andere Lieferanten ausübt. Doch jetzt seien diese Potenziale, die teilweise auch zu Preissenkungen geführt haben, ausgereizt. - Einige Kunden waren in den vergangenen Jahren zu dem Unternehmen Teldafax gewechselt. Dieser Anbieter hat jetzt Insolvenz angemeldet, nachdem wegen ausstehender Rechnungen einige Anbieter die Hähne zugedreht hatten und das Unternehmen, das mit sehr niedrigen Preisen im Markt unterwegs war, deutlich an Kunden verlor. Nach Medienberichten hat sich die Kundenzahl von einst 700.000 Strom- oder Gasabnehmern auf rund 350.000 halbiert, vor allem wegen der Kündigungen von Netzbetreibern. - Auch die SVO hat s Quelle: nicht zugewiesen
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Als Grund für die Preiserhöhung nennt das Unternehmen deutlich erhöhte Einkaufspreise. „Wir verzeichnen seit 2009 einen starken Anstieg der Preise für Erdöl“, sagt Kersten Koschoreck, Vertriebsleiter der SVO Vertrieb. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben aber lange Zeit diesen Anstieg nicht weitergeben müssen, weil es im Gasmarkt deutliche Bewegung gegeben hat.

So gilt die alte Regelung, dass der Gaspreis an den des Öls gekoppelt ist, nur noch bedingt. „Es hat zwei Entwicklungen auf diesem Markt gegeben. Zum einen ist durch die Wirtschaftsflaute in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach Gas gesunken. Gleichzeitig sind in den USA weitere Vorkommen entdeckt worden, so dass die Vereinigten Staaten von einem Importeur zum Exporteur beziehungsweise Selbstversorger geworden ist“, erklärt Koschoreck.

So entstand ein Überschuss im Angebot und dadurch ein unabhängiger Markt, der auch Druck auf andere Lieferanten ausübt. Doch jetzt seien diese Potenziale, die teilweise auch zu Preissenkungen geführt haben, ausgereizt.

Einige Kunden waren in den vergangenen Jahren zu dem Unternehmen Teldafax gewechselt. Dieser Anbieter hat jetzt Insolvenz angemeldet, nachdem wegen ausstehender Rechnungen einige Anbieter die Hähne zugedreht hatten und das Unternehmen, das mit sehr niedrigen Preisen im Markt unterwegs war, deutlich an Kunden verlor. Nach Medienberichten hat sich die Kundenzahl von einst 700.000 Strom- oder Gasabnehmern auf rund 350.000 halbiert, vor allem wegen der Kündigungen von Netzbetreibern.

Auch die SVO hat sich jetzt entschieden, den Vertrag zu kündigen. Teldafax hatte bis dato zwar die Rechnungen bei der SVO pünktlich beglichen, aufgrund der Insolvenz „kündigt die SVO

aber zum 16. Juni die Netznutzung durch Teldafax“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Teldafax darf das Netz der SVO Energie daher künftig nicht mehr nutzen. Der Gesetzgeber

sieht in einem solchen Fall vor, dass die Kunden in die Ersatzversorgung

des jeweiligen Grundversorgers übernommen werden. „Damit

kommt es für den Kunden auf keinen Fall zu einer Unterbrechung der Lieferung von Strom und Gas“, schreibt die SVO. Die betroffenen Kunden sollen kurzfristig angeschrieben und über den Sachverhalt informiert werden.

Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass sich die Teldafax-Kunden bereits schon jetzt ihren Zählerstand für Strom und Gas notieren.

„Infolge der Insolvenz ist es Teldafax nicht mehr möglich, Strom und Erdgas

zu liefern. Dennoch brauchen sich die Kunden keine Sorgen hinsichtlich eines Lieferausfalls zu machen. Sie werden ab dem 17. Juni von der SVO als Grundversorger beliefert. Wir werden allen Kunden neben der Ersatzversorgung weitere Angebote für die Belieferung mit Strom und Erdgas unterbreiten“, sagte Koschoreck. Tore Harmening

Von Tore Harmening