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Celle Stadt SVO steht vor großen Herausfoderungen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SVO steht vor großen Herausfoderungen
17:25 19.04.2013
Von Oliver Gatz
Erinnerten an 100 Jahre Energieversorgung in Celle (von links): Michael Söhlke, Dirk-Ulrich Mende, Wolfgang Fragge, Ulrich Finke, Detlef Beier, Heiko Blume und Klaus Wiswe. Quelle: Anne Friesenborg
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„Zukunft braucht Herkunft" lautete das Leitmotiv des Jubiläumsfestes anlässlich des 100-jährigen Bestehens der SVO: So trafen sich am Freitag die rund 130 geladenen Gäste an historischer Stätte in der alten Maschinenhalle des E-Werks Celle in der Hafenstraße, wo 1906 der Startschuss für die Stromversorgung in Celle fiel.

Wolfgang Fragge, Geschäftsführer der SVO Holding, sprach mit Blick auf den Veranstaltungsort von der „ersten Keimzelle" der späteren SVO. „Mit den Allerzentralen in Oldau hat die Stadt Celle nicht nur sich selbst, sondern auch die Landkreise Celle und Uelzen versorgt", blickte Fragge zurück.

Heute steht das Energieunternehmen vor großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Angesichts immer neuer gesetzlicher Regelungen und Richtlinien ist die SVO einem ständigen Wandel unterworfen, der einen erheblichen organisatorischen Aufwand erfordert und Einfluss auf die geschäftlichen Prozesse hat.

„Das Fahrwasser ist alles andere als ruhig", konstatierte Michael Söhlke, Vorstandsvorsitzender des SVO-Mutterkonzerns Eon Avacon. Das Unternehmen könne nur dann weiterhin so erfolgreich sein und seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten, wenn es zuverlässig und kundennah sei und mit hoher Versorgungsqualität überzeuge. Das sei in den vergangenen 100 Jahren der Fall gewesen. „Die SVO hat Kurs gehalten", betonte Söhlke.

Landrat Klaus Wiswe (CDU) wies auf die erfolgreiche Partnerschaft mit den kommunalen Anteilseignern hin. Die SVO sei heute mehr denn je ein kommunal getragenes Unternehmen, das eine gute Infrastruktur, eine Investitonsbereitschaft, eine sichere Energieversorgung und Arbeitsplätze vor Ort biete.

Mit Blick auf die Diskussion um die Rekommunalisierung von Stadtwerken verteidigte Wiswe das jetzige Beteiligungsmodell: „Es gibt den kommunalen Einfluss. Es gibt aber auch einen hohen technischen Sachverstand über den Mehrheitsgesellschafter." Dieses Zusammenspiel habe sich bewährt.

„Die Preise sind ordentlich. Wir sind nicht die teuersten, aber auch nicht die preiswertesten", stellte Wiswe mit Blick auf die Leistungen der SVO fest. Und dazu gehört nicht nur der Verkauf von Strom, Gas und Wasser. „Inzwischen geht es auch um DSL", erläuterte der Landrat. Und da habe man im Landkreis durch die Verbindungen der SVO zu Vodafone Verbesserungen bei der Versorgung mit schnellem Internet erzielen können.

Die zahlreichen Umstrukturierungen bei der SVO in den vergangenen 15 Jahren haben der Belegschaft viel abverlangt. „Wir haben einen Versorgungsauftrag", betonte Betriebsratsvorsitzender Detlef Beier. „Aber wir kümmern uns mehr und mehr um Strukturen im Unternehmen." Das führe zu zusätzlichen Belastungen für die Mitarbeiter, die man bei den neuen Herausforderungen mitnehmen müsse.