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Celle Stadt SVO will Strompreis nicht erhöhen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SVO will Strompreis nicht erhöhen
14:46 22.02.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Die Ankündigung der E.on-Avacon, die Strompreise zum 1. Mai zu erhöhen, dürfte bei den Kunden der SVO-Energie zu Verunsicherung geführt haben. Immerhin hält E.on-Avacon 64 Prozent an dem Celler Energieversorger. An der Tariferhöhung wird sich die SVO allerdings nicht beteiligen. „Unsere Preise machen wir selbst“, sagte SVO-Vertriebsleiter Holger Jasper. „Zum 1. Mai werden wir die Strompreise nicht anheben. Derzeit ist auch keine Preiserhöhung geplant“, fügte er hinzu.

Zum letzten Mal hatte die SVO zum 1. Januar 2009 den Strompreis erhöht. Jasper hofft, „die Preisstabilität weiter halten zu können“. Eigentlich hätte die SVO nach Meinung von Jasper wegen der Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) schon zu Jahresbeginn den Strompreis um 5 Prozent anheben müssen. „Das haben wir allerdings kompensieren können durch geringere Netzgentgelte und günstigen Stromeinkauf“, so der SVO-Vertriebsleiter.

Mit eine Rolle spielte dabei wohl auch die so genannte Mehrerlösabschöpfung, die die Bundesnetzagentur von den Strom- und Gasnetzbetreibern jüngst eingefordert hat. Insgesamt sind im Bundesgebiet dabei 200 Gas- und 150 Stromanbieter aufgefordert worden eine Gesamtsumme von 2 Milliarden Euro für zu hohe Netzentgelte in der Vergangenheit an die Kunden weiter zu geben. „Das ist bei der SVO in das Jahr 2010 mit eingeflossen“, sagte Jasper, ohne die Summe zu nennen, die die Bundesnetzagentur von der SVO an Einsparung verlangt.

Vor Ort zählt die SVO mit ihrem günstigsten Stromtarif SVO Strom XL bei der Verbraucherplattform verivox.de nicht gerade zu den preiswertesten Anbietern. Bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlt ein SVO-Kunde demnach etwa 886 Euro. Der günstigste Anbieter liegt derzeit um 257 Euro unter dem SVO-Preis.

Gaspreis: Beim Gaspreis kann die SVO noch keine konkreten Aussagen über eventuelle Preisänderungen machen. „Der Ölpreis, an den der Gaspreis gekoppelt ist, ist gestiegen, dafür haben wir günstiger einkaufen können“, erklärte Jasper. Derzeit werde in der SVO-Zentrale an der Sprengerstraße gerechnet.

Unter anderem arbeiten die SVO-Mitarbeiter dabei auch an einem Folgeangebot für den zum Ende März auslaufenden Festtarif „ErdgasConstant“, der zum 1. April vergangenen Jahres eingeführt worden war. Bei einem Jahresverbrauch von 20000 Kilowattstunden lag der Festtarif dabei anfangs mit 1210 Euro im Jahr (Angaben für Landkreis, im Stadtgebiet kommen wegen anderer Konzessionsbedingungen 20 Euro dazu) um 30 Euro günstiger als der Vollversorgungstarif Erdgas XL mit 1240 Euro. Dieser wurde allerdings zum 1. September vergangenen Jahres auf 1144 Euro gesenkt. Damit lag der Festtarif um 66 Euro über dem Erdgas XL-Angebot.

„Man muss diese Werte aber über das Jahr rechnen. Gewichtet über die einzelnen Monate hat der Festtarif-Kunde bei einem Verbrauch von 20000 Kilowattstunden etwa 30 Euro mehr bezahlt“, sagte Jasper. Das Folgeangebot soll bis spätestens Mitte März vorliegen.