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Celle Stadt Salinenmoor: Mende hält Frist für zu kurz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Salinenmoor: Mende hält Frist für zu kurz
19:39 16.01.2014
Von Oliver Gatz
Die 123 Beschäftigten der JVA Salinenmoor blicken in eine ungewisse Zukunft. Quelle: Alex Sorokin
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Die 123 Beschäftigten blicken in eine ungewisse Zukunft. "Manche haben schon seit Jahren damit gerechnet. Andere sind empört", bringt ein JVA-Mitarbeiter die Stimmung der jüngsten Personalversammlung auf den Punkt, bei der das Ministerium seine Pläne vorstellte. Es gibt zwar die Zusage, dass alle Arbeitsplätze der Beamten und Angestellten erhalten bleiben, einschließlich der Anwärter, die nach der Ausbildung übernommen werden. Doch manche Salinenmoor-Beschäftigte, von denen viele im Celler Nordkreis wohnen, befürchten, dass der zukünftige Standort weit weg ist. Im Gespräch sind die Anstalten Sehnde, Burgdorf und Uelzen.

Der Idealfall wäre die Verlegung in die Celler Hauptanstalt an der Trift. Wie viele Beschäftigte dort untergebracht werden könnten, sagte Scheibel nicht. Wie aus Justizkreisen verlautete, könnte der Bereich Untersuchungshaft von Salinenmoor an die Trift verlegt werden. Das ständige Pendeln hätte dann ein Ende. Auch die Celler Hauptanstalt ist nicht ausgelastet. Von 220 Zellen stehen 138 leer.

Dass es keinen Personalabbau der ohnehin unkündbaren Beamten und Angestellten gebe, sei für die Salinenmoor-Beschäftigten kein Erfolg, kritisierte CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Adasch. Sie würde es wenig trösten, wenn sie sich zukünftig beruflich in Uelzen, Hannover oder in anderen Teilen des Landes wiederfänden. "Neben der Schwächung des Justizstandortes Celle wäre mit der angedachten Schließung auch ein Verlust von Arbeitsplätzen in Stadt und Kreis Celle verbunden", so Adasch.

Eine Entscheidung über Salinenmoor soll am Dienstag fallen.