Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Salinenmoor-Personal kann größtenteils in Celle bleiben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Salinenmoor-Personal kann größtenteils in Celle bleiben
17:44 15.07.2014
Von Oliver Gatz
Das Land schließt das Gefängnis Salinenmoor bei Hustedt zum Jahresende. Quelle: Klaus M. Frieling
Celle Stadt

Im Gegenzug zur Schließung des Gefängnisses Salinenmoor will das niedersächsische Justizministerium den Standort der Hauptanstalt in Celle deutlich stärken. Nach CZ-Informationen wechseln 63 Salinenmoor-Bedienstete an die Trift und bleiben damit in der Residenzstadt. Das sind etwa zwei Drittel der betroffenen Beamten und Beschäftigten aus Salinenmoor.

Mitarbeiter des Justizministeriums hatten mit den mehr als 100 Bediensteten aus Salinenmoor persönliche Gespräche über ihre zukünftige Verwendung geführt. Dabei konnten die betroffenen Beamten Wünsche äußern. Diese gingen zum Teil auch in die Richtung, bessere Laufbahn-Perspektiven zu erhalten, so dass sich ein Teil der Mitarbeiter auch für Verwendungen außerhalb Celles entschied. So werden 18 in die Justizvollzugsanstalt Uelzen wechseln, 15 gehen nach Sehnde. Mit einer Handvoll Bediensteter hat sich das Ministerium unter Einbindung des Personalrats auf andere Standorte oder Ruhestandslösungen geeinigt.

SPD-Landtagsabgeordneter Maximilian Schmidt zeigte sich von den Verwendungsplänen des Ministeriums positiv überrascht: „Ich hatte mit einem schlimmeren Ergebnis gerechnet“, sagte er. Für das Haupthaus an der Trift sei das eine erfreuliche Botschaft. „Dadurch wird der Standort massiv gestärkt.“

Er und Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) hätten Anfang des Jahres gefordert, dass ein Großteil der Salinenmoor-Beschäftigten in der Region bleiben könne, so Schmidt. „Das war für uns der wichtigste Punkt." Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) hatte daraufhin ihr Bemühen bekräftigt, möglichst viele Mitarbeiter in der Hauptanstalt an der Trift unterzubringen. „Diese Zusage wird vom Justizministerium eingehalten“, freute sich Schmidt.

Niewisch-Lennartz wird heute die Hauptanstalt an der Trift besuchen und sich morgen über die Lage in Salinenmoor informieren. Das Gefängnis soll zum Jahresende geschlossen werden. Was aus der Liegenschaft wird, ist offen.