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Celle Stadt Sandsäcke als Terror-Sperren auf Celler Weihnachtsmarkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sandsäcke als Terror-Sperren auf Celler Weihnachtsmarkt
18:38 29.11.2017
Von Michael Ende
Nicht hübsch, aber für ungeübte Lkw-Fahrer vielleicht ein Hindernis: Mit Sand gefüllte XXL-Sandsäcke sollen am Rand des Weihnachtsmarktes Attentäter stoppen. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Die Sandsack-Gruppen, die an Zufahrten des Marktes drapiert sind, sollen verhindern, dass Attentäter mit hohem Tempo Lastwagen in Menschengruppen steuern. Dabei handelt es sich um einen Aufstell-Kompromiss, der den normalen Lieferverkehr und die Feuerwehr nicht stören soll: Für langsam fahrende Lkw sind die Säcke kein Hindernis.

"Wie viele andere deutsche Städte auch haben wir als Veranstalter das Sicherheitskonzept des Marktes weiterentwickelt", sagt Marcus Feuerstein, Pressesprecher der Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM). Sichtbar für den Besucher werde dieses Konzept in Form der mit Sand gefüllten so genannten "Big Bags". Anders als in anderen Städten, die auf Säcke setzten, sei in Celle allerdings nicht geplant, diese unansehnlichen Barrieren weihnachtlich zu dekorieren – etwa als Pakete.

Über Details des Sicherheitskonzeptes, zu dem auch ein privater Sicherheitsdienst gehört, möchte Feuerstein nichts verraten: "Nur so viel: Wir haben uns im Vorfeld mit allen in Frage kommenden Partnern sorgfältig abgestimmt."

Zu diesen Partnern gehört auch die Celler Polizei, die wegen des aktuellen Terror-Prozesses am Oberlandesgericht ohnehin an strategischen Punkten der Innenstadt Präsenz zeigt und bei Gefangenentransporten mit Blaulicht, Martinshorn und US-Sirene täglich für Aufsehen sorgt. "Wir werden während des Weihnachtsmarktes die Streifentätigkeit bis hin zur Dauerpräsenz erhöhen", so Polizeisprecher Guido Koch. Details will auch er nicht verraten.