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Celle Stadt Streit um Aufsichtsrat und Schulessen hält an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Streit um Aufsichtsrat und Schulessen hält an
16:06 04.02.2019
Von Dagny Siebke
Das AKH überlegt, das Schulessen einzustellen. Betroffen wären auch die Grundschule Groß Hehlen und das Schulzentrum an der Burgstraße. Quelle: David Borghoff
Celle

Die Diskussionen über die Zukunft des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Celle reißen nicht ab. Nachdem die Kreistagsfraktionen der Grünen den Rücktritt des Celler Oberbürgermeisters Jörg Nigge im Aufsichtsrat forderte, nehmen nun die FDP-Fraktionsspitzen aus Stadt und Landkreis Stellung.

Robert Kudrass sagt: „Frau Pfützner versucht den Grünen in einer Frage Profil zu verschaffen, in der es im direkten und im übertragenen Sinne um Fragen des Überlebens geht. Das ist blanker Populismus, geht an den tatsächlichen Problemen vorbei und hilft keinen Millimeter bei der Lösung der Probleme." Die Mitarbeit im Aufsichtsrat des AKH habe historische Gründe und hätte nichts mit finanzieller Verantwortlichkeit zu tun.

Joachim Falkenhagen ergänzt: "Langjährig handelnde Mitglieder des Aufsichtsrates, in deren Amtszeit die Wurzeln des Problems liegen, wollen die Grünen von der Verantwortung offenbar ausnehmen. Das erklärt dann auch die grüne Logik, denjenigen zum Rücktritt aufzufordern, der erst seit November 2016 Mitglied des Aufsichtsrates ist, diejenigen aber, die dort seit 20 Jahren sitzen, offenbar für unverzichtbar zu halten." Die FDP-Fraktionsvorsitzenden schlagen Annegret Pfützner für den Aufsichtsrat vor, "damit sie endlich die Probleme des AKH ebenso beseitigen kann, wie sie die Ostumgehung bis heute verhindert hat."

AfD möchte die Stadt Celle an der AKH-Hilfe beteiligen:

Unterdessen spricht sich die Celler AfD-Fraktion sich für eine Beteiligung der Stadt Celle an der Hilfe für das AKH aus. Der Landkreis hatte einen Kredit gewährt, um das in finanzielle Schwierigkeiten geratene Krankenhaus zu stützen. Dabei hatte er die Stadt öffentlich aufgefordert, sich daran zu beteiligen. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Anatoli Trenkenschu sagt: „Wir alle können froh sein, dass durch den schnellen Notkredit der Krankenhausbetrieb fortgesetzt werden konnte. Die lokale Bedeutung des AKH ist so groß, dass eine Beteiligung der Stadt daran unbedingt ausgelotet werden sollte." Nur, indem sich die Stadt selbst an der Hilfe beteilige, lasse sich glaubhaft Druck auf das Land ausüben, um eine stärkere Unterstützung für das AKH einzufordern. "Wenn jetzt kommunale Bedenkenträger finanzielle und rechtliche Erwägungen ins Feld führen, fragen wir uns, wo diese eigentlich waren, als die gar nicht zuständige Stadt mit über acht Millionen Euro für den Umbau der Zuwanderungsagentur in Vorleistung gegangen ist", so Trenkenschu weiter.

Elternrat schreibt Offenen Brief an Landrat Klaus Wiswe:

Aus der CZ haben die Schulelternratsvorsitzenden von IGS und Ernestinum erfahren, dass der Landkreis im Zuge der finanziellen AKH-Sanierung darüber nachdenke, den Catering-Service des AKH zu streichen. Sie appellieren an Landrat Klaus Wiswe, die Mensa-Versorgung des Schulzentrums Burgstraße nicht zu gefährden. "Durch den Brand der Turnhalle und der dort integrierten Mensa ist die Situation in der verbleibenden Mensa des Schulzentrums seitdem extrem beengt, nicht zuletzt durch die stetig wachsende Schülerzahl an der IGS", schreiben Werner Lottmann und Carsten Rusitschka. "Da die Vorschläge der Eltern zur Einrichtung einer temporären weiteren Mensa vom Landkreis mit dem Hinweis auf angeblich zu hohe Kosten abgelehnt wurden, ist die Essensversorgung nur noch für einen Teil der Schüler möglich." Trotzdem habe das Catering-Team des AKH im Dialog mit beiden Schulen die Abläufe so weit wie möglich optimiert.

Die Elternvertreter betonen: "Wird nun aber die Schulspeisung an einen privaten Investor abgegeben, so ist mit einer Anhebung der Preise oder einer Verschlechterung der Qualität zu rechnen, da privatwirtschaftliche Betriebe gewinnorientiert arbeiten." Wenn planmäßig im nächsten Frühjahr die neue Sporthalle inklusive der neuen Mensa den Betrieb aufnehme, sei mit einer deutlichen Zunahme der Gesamtessensmengen zu rechnen.

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