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Celle Stadt Scheuen ist Geschichte: Pendeln der Hehlentorschüler hat ein Ende
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Scheuen ist Geschichte: Pendeln der Hehlentorschüler hat ein Ende
20:19 25.02.2014
Von Oliver Gatz
Die neue Mensa ist ausgelegt für 70 Personen und dient nicht nur der Einnahme von Mahlzeiten. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Noch laufen letzte Arbeiten an der neuen Mensa der Hehlentorschule. Derzeit erfolgt die Gestaltung des Außengeländes. Doch bereits seit Anfang Januar wird der Speisesaal von den Schülern genutzt. Täglich werden die dritten und vierten Klassen dort mit Essen versorgt.

Der Raum ist ausgelegt für 70 Personen und dient nicht nur der Einnahme von Mahlzeiten. Wie Schulleiter Detlev Soetbeer in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses berichtete, der vor Ort tagte, finden in der Mensa am Nachmittag auch Ganztagsangebote statt. Auch vormittags gibt es Veranstaltungen, wie zum Beispiel am Mittwoch das Projekt „Gesunde Kinderküche“. „Es ist nicht nur eine Mensa, sondern auch ein Raum für andere Aktivitäten“, erläuterte der Rektor.

Soetbeer zeigte sich von dem Neubau, der durch seine markante Holzverkleidung auffällt, angetan. Die Mensa sei von außen eine „gelungene Inszenierung“, die sich im Inneren fortsetze. Nach Angaben aus dem Neuen Rathaus war die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG für den Bau verantwortlich. Noch lägen nicht alle Schlussrechnungen vor. Aber die Kosten würden voraussichtlich bei etwa 420.000 Euro liegen, prognostizierte Stadtsprecher Wolfgang Fischer.

Mit dem Bau des Essenshauses endet das 15-monatige Pendeln der Schüler zweier Eingangsstufenklassen und deren Lehrerinnen nach Scheuen. Die 45 Jungen und Mädchen wurden in der dortigen ehemaligen Grundschule unterrichtet, weil die Hehlentorschule räumlich aus allen Nähten platzte. Da zwei Klassenräume als Speisesaal genutzt wurden, mussten einige Schüler nach Scheuen ausweichen. Morgens ging es mit dem Bus hin, mittags wieder zurück.

Das Pendeln hatte für Diskussionen gesorgt. Einige Eltern, deren Kinder in Scheuen unterrichtet wurden, hatten sich insbesondere über die Verzögerungen beim Bau der Mensa geärgert. Die Übergangslösung mit Scheuen sollte ursprünglich nur bis zum Ende des Schuljahres 2012/2013 dauern. Doch da war der neue Speisesaal noch nicht fertig. Das erfolgte erst Zu Beginn der Weihnachtsferien. Am 6. Januar nahm die Mensa schließlich ihren Betrieb auf.

Berücksichtige man, dass der Baubeginn Angang der Sommerferien war, sei die Fertigstellung in kurzer Zeit erfolgt, sagte Soetbeer. „Scheuen ist jetzt Geschichte. Das war sicherlich eine Last für die Kollegen. Aber die Kinder haben sich in der ganzen Zeit wohlgefühlt“, schilderte er den Ausschussmitgliedern seinen Eindruck. Wie der Schulleiter weiter berichtete, gab es erfreulicherweise keine Unfälle. Ursprüngliche Befürchtungen seien nicht eingetreten.

Die Verzögerungen beim Bau der Mensa hatte die Stadtverwaltung mit der verspäteten Genehmigung des Haushaltes 2013 begründet. Als Folge hatte sie bei der Landesschulbehörde die Verlängerung des Scheuener Betriebs bis zum Ende des Schulhalbjahres 2013/20154 beantragt – also bis Ende Januar dieses Jahres.

Verstärkt durch die Verzögerungen beim Bau des Essenshauses hatten einige Eltern der vom Pendeln betroffenen Schüler „die extreme Ungleichbehandlung“ kritisiert. Denn die Übergangslösung mit Scheuen hatte Auswirkungen auf den Alltag der Familien. Kinder und Eltern mussten sich umstellen und früher aufstehen. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Wunsch geäußert zu prüfen, ob nicht auch andere Klassen als die zwei betroffenen Eingangsstufenklassen für das Pendeln zwischen Harburger Berg und Scheuen in Frage kämen.