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Celle Stadt Schiffbruch bei Celler Piraten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schiffbruch bei Celler Piraten
16:47 01.04.2013
In Seenot geraten ist das Celler Piratenboot offenbar am Wochenende. Quelle: Bodo Marks
Celle Stadt

Es läuft derzeit nicht so gut für die Piraten in Celle. Erst gab es für die Partei auf Kreisebene nur 1,7 beziehungsweise 2,1 Prozent für die Direktkandidaten sowie ein schwaches Gesamtergebnis bei der Niedersachsenwahl, jetzt scheint die Parteispitze im Landkreis auseinanderzufallen.

Wie das Nachrichtenportal „Popcornpiraten“ am Wochenende berichtete, ist der gerade erst gewählte komplette Vorstand zurückgetreten. Der bisherige Vorsitzende Axel Beierlein bestätigte gestern auf Anfrage der Celleschen Zeitung den Vorgang. Allerdings wollte er nicht die von seiner Partei so oft von anderen eingeforderte Transparenz schaffen und verweigerte jede weitere Stellungnahme bis auf den Hinweis, dass satzungsgemäß der Landesvorstand kommissarisch die Geschäfte übernehmen würde. Andere Mitglieder waren trotz mehrmaliger Versuche nicht zu erreichen. Das gilt auch für den Hambührener Matthias Knöfel, der bis Anfang März noch Vorsitzender des Celler Verbandes war, jetzt aber sein Amt an Beierlein abgegeben hat. Die Gründe dafür sind bisher nicht bekannt.

Die Internetseite „Popcornpiraten“ beschäftigt sich ausschließlich mit Nachrichten über die Piraten. Wie dort zu lesen ist, war der Auslöser für den Rücktritt offenbar die Diskussion über einen Beschluss, auf Vorstandssitzungen zwar Gäste zuzulassen, ihnen aber grundsätzlich das Rede- beziehungsweise Fragerecht zu entziehen.

Mit dem Rücktritt gerät der Celler Verband fast genau ein Jahr nach seiner Gründung in Seenot. Wie es jetzt weiter gehen soll, ist vorerst unklar.

Tore Harmening

Von Tore Harmening