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Celle Stadt Schlag für ältere Bevölkerung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlag für ältere Bevölkerung
18:07 26.09.2018
Von Gunther Meinrenken
Die Schließung des NP-Markts an der Windmühlenstraße trifft vor allem die ältere Bevölkerung im Quartier. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Relativ einfach hat sich bisher immer der Einkauf für Jutta Scherschinski gestaltet. Die 74-Jährige ist im Sandfeld fast vor der eigenen Haustür in den Bus gestiegen und vor dem NP-Markt in der Windmühlenstraße wieder ausgestiegen. Doch damit wird es voraussichtlich Ende November vorbei sein. Der NP-Markt wird schließen. Der Grund: Edeka, zu dem die NP-Discounter gehören, hat sich mit dem Eigentümer der Immobilie, Ivo Orsolic, nicht auf neue Mietkonditionen einigen können. Leidtragende sind vor allem die älteren Celler, die im Quartier rund um die Windmühlenstraße wohnen.

„Trotz intensiver Gespräche über den Erhalt der Nahversorgung im umliegenden Bereich der Windmühlenstraße konnte keine Einigung erzielt werden. Die Entscheidung haben sich sowohl die Edeka Minden-Hannover als auch der Eigentümer nicht leicht gemacht“, teilt Edeka-Sprecherin Miriam Pöttker mit. Den Mitarbeitern des NP-Marktes würden Arbeitsplätze in umliegenden Märkten der Edeka Minden-Hannover angeboten.

In dem Quartier regt sich Protest. „Die Schließung des NP-Marktes Windmühlenstraße ohne gleichwertigen Ersatz eines Lebensmittelmarktes wäre für die älteren und mobilitätseingeschränkten Bewohner des Quartiers schlimm“, sagt Ratsherr Joachim Ehlers (CDU), der selbst in der Nähe wohnt. Eine selbstständige fußläufige Versorgung mit Lebensmittel für den täglichen Bedarf wäre für viele Menschen nicht mehr möglich.

Auch in der auf der anderen Straßenseite liegenden Kreuzkirchengemeinde regt sich Kritik an der Schließung des Marktes. Eine Initiative kämpft mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Supermarktes. Pastor Michael Kurmeier: „Der Wegfall des NP-Marktes lässt viele Menschen regelrecht verzweifeln. Sie erwarten möglichst schnell eine Lösung des Problems.“ Und Lilo Keitz, Initiatorin der Unterschriftenaktion, ergänzt: „Im Einzugsbereich des Marktes leben viele ältere Menschen, für sie wäre es fatal, wenn sie nicht mehr selbst einkaufen könnten. Über 1200 Unterschriften aus dem Quartier für den Erhalt des Marktes sind ein eindeutiges Zeichen.“

Doch diese Aktion dürfte verpuffen. Die Schließung des Marktes ist beschlossene Sache, wie Eigentümer Ivo Orsolic bestätigt. Und auch ein Nachfolger-Markt ist nicht in Sicht. „Ich habe für die Immobilie noch keinen Interessenten“, so Orsolic. Er wolle sich zwar bemühen, dort wieder einen Supermarkt unterzubringen. Doch die Chancen dafür stünden nicht gut. „Mit insgesamt 800 Quadratmetern, davon 650 Quadratmeter Verkaufsfläche, ist die Immobilie für viele Supermärkte zu klein.“ Orsolic würde daher auch an andere Gewerbetreibende vermieten, wenn dies gestattet ist.

Genau an diesem Punkt möchte Ehlers nachhaken. „Es müssen auch alle bau- und planungsrechtlichen Möglichkeiten geprüft werden, um eine für das Quartier unverträgliche Ansiedlung auszuschließen“, betont Ehlers. Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD) sieht das ähnlich. „Es wäre zu wünschen, dass dort wieder ein Nahversorger reinkommt.“

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