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Celle Stadt Schlichtung zwischen CeBus und Verdi beginnt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlichtung zwischen CeBus und Verdi beginnt
17:29 30.03.2015
Von Simon Ziegler
Neue Busse, alte Probleme: Zum Fahrplanwechsel am 1. April setzt die CeBus neue Fahrzeuge ein, doch mit der Gewerkschaft Verdi hat sich das Unternehmen bisher nicht einigen können.  Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Es wurde drei Tage gestreikt, Tarifverhandlungen sind geplatzt. Manche Fahrgäste waren sauer und kritisierten, dass der Schülerverkehr bestreikt wurde. Viele Kunden hatten auch Verständnis für die Streikenden geäußert. An diesem Mittwoch beginnt nun das Schlichtungsverfahren. Verdi sendet vorab Signale der Entspannung. "Wäre ich nicht optimistisch, hätten wir die Schlichtung nicht angerufen", sagte Hermann Hane, Verdi-Landesfachgruppenleiter Verkehr. "Beide Seiten haben gesagt, sie wollen alle Versuche unternehmen, um zu einer Lösung zu kommen", so Hane.

Die Gewerkschaft hat Wolfgang Denia, den früheren Verdi-Landesleiter in Hannover, als ihren Schlichter benannt. Das Busunternehmen hat nach Verdi-Angaben Heinz-Dieter Pohl, Geschäftsführer der Kraftverkehrsgesellschaft in Stade, zu seinem Schlichter bestimmt. Beide Seiten sollen die Vorschläge der Gegenseite akzeptiert haben. Es handelt sich um eine "freiwillige Schlichtung", betont Hane. Diese werde nicht durch tarifliche Vereinbarungen erforderlich.

Der Gewerkschafter geht davon aus, dass sich die beiden Schlichter zunächst ein Bild von der verfahrenen Situation machen und Verfahrensfragen klären. "Sie werden ausloten, was geht und was nicht geht. Sie sind jetzt die Herren des Verfahrens", erklärte Hane. Wenn bei der Schlichtung ein Ergebnis herauskommen sollte, will Verdi dieses anschließend gemeinsam mit ihren Mitgliedern erörtern. Weitere Schlichtungstermine sind noch nicht anberaumt worden.

Von der CeBus gab es keine Stellungnahme. "Man hat sich darauf verständigt, erst dann zu informieren, wenn das Verfahren beendet ist", sagte CeBus-Sprecherin Karoline Eggert der Celleschen Zeitung.

Die CeBus hatte zuletzt neben Einmalzahlungen eine Lohnerhöhung von 7,2 Prozent angeboten. Laut Verdi handelt es sich dabei aber nur um eine Erhöhung von 4 Prozent. Die übrigen 3,2 Prozent seien eine gegenfinanzierte Anhebung. Das bedeute, die Mitarbeiter müssten im Gegenzug mehr arbeiten. Die Gewerkschaft fordert pauschal einen Euro mehr Gehalt pro Stunde für alle Mitarbeiter.

Die CeBus hatte kein Verständnis gezeigt, dass ihr Angebot abgelehnt wurde. Dass am Mittwoch zunächst morgens der neue Fahrplan in Kraft tritt und mittags das Schlichtungstreffen stattfindet, ist Zufall, heißt es. Gute Nachricht für alle Kunden: Wegen des Fahrplan-Wechsels ist Busfahren am Mittwoch kostenlos.