Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Schlosstheater-Intendantin Bettina Wilts stellt Spielplan 2013/2014 vor
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlosstheater-Intendantin Bettina Wilts stellt Spielplan 2013/2014 vor
21:20 18.04.2013
Im Malersaal ist derzeit in einer Uraufführung „Die Offenbarung des Ralf“ von Erfolgsautor Kai Hensel - mit Jörn Hentschel und Henrike Richters zu sehen. Quelle: Jochen Quast
Celle Stadt

„Wir haben wieder ein schönes, buntes Programm für Sie zusammengestellt,“ begrüßte Intendantin Bettina Wilts die fast hundert Besucher im Celler Schlosstheater. Nur eine knappe halbe Stunde brauchten sie und die Dramaturgen Evangelos Tzavaras und Tobias Sosinka, um den Spielplan für 2013/2014 vorzustellen. Zusammen mit zahlreichen Matineen, Workshops, Lesungen, Konzerten und Gesprächen ist das Spektrum weit gestreut und verspricht ein großes Maß an Abwechslung.

Begonnen wird am 13. September auf der Hauptbühne mit Terry Wales‘ Musical-Biographie „Judy“ über das bewegte Leben der Hollywood-Ikone Judy Garland. Ein Auftakt, auf den man gespannt sein darf. Das Zwei-Personenstück „Halpern und Johnson“ von Lionel Goldstein hat danach seine Premiere am 11.Oktober.

Große Literatur gibt es im Spätherbst und zu Beginn des kommenden Jahres. Mit der Musik von Hanns Eisler hat am 8. November Bertolt Brechts Theaterklassiker „Das Leben des Galilei“ Premiere und zu Beginn des neuen Jahres darf man „das Land der Griechen mit der Seele suchen“. Ab dem 24. Januar steht Goethes „Iphigenie auf Tauris“ auf dem Spielplan. Dazwischen liegen Weihnachten und Silvester. Da ist es ganz klar: es darf gelacht werden. „Charleys Tante“ von Thomas Brandon wird vom 13. Dezember bis zum 11. Januar mit unschlagbarer Situationskomik für Stimmung sorgen.

Der Frage, wie man denn sein Kind bloß „Adolphe“ nennen kann, geht man in der französischen Komödie „Der Vorname“ ab dem 21. Februar nach, und die Liebesgeschichte eines neurotischen 19-Jährigen und einer vitalen 79-Jährigen ist das Thema ab 28. März in Colin Higgins wunderschönem Theaterstück „Harold und Maude“.

Mit einer Uraufführung begeht man am 2. Mai Arno Schmidts 100. Geburtstag. Der Literaturwissenschaftler Bernd Rauschenbach erarbeitet schon jetzt gemeinsam mit Regisseur Kalle Kubik die Bühnenfassung von „Seelandschaft mit Pocahontas“. Die Spielzeit auf der Hauptbühne endet mit der Premiere am 30. Mai. Dann wird es noch einmal klassisch: als Beitrag zur Landesausstellung „Als die Royals aus Hannover kamen“ ist die Tragödie „Miss Sara Sampson“ von Gotthold Ephraim Lessing auf der Hauptbühne zu sehen.

Und was gibt es für die Kinder? Sie dürfen sich auf den „Gestiefelten Kater“ in einer Uraufführung von Jan Bodinus nach den Brüdern Grimm freuen (Premiere 22. November).

Auf der Studiobühne geht es um „Rum und Wodka“ (Premiere 18. Oktober) und mit „Patentöchter“ im November um den Mord an Jürgen Ponto. Lachen und Weinen darf man dagegen über „Die Eisbären“ (31. Januar) und „Heimweh“ heißt das preisgekrönte Stück für Menschen ab zwölf Jahren von Thomas B. Hoffmann (Premiere am 28. Februar). Erneut nach Celle zurückkehren wird am 4. April Peter Schanz mit seiner Uraufführung „Und Juchheirassa!! Noch ein Denkmal für Hermann Löns“. Mit „Die Vögel“ am 9. Mai und der Uraufführung von „Wegschließen und zwar für immer“ am 31. Mai endet dann die Spielzeit auch auf den Studiobühnen.

Von Hartmut Jakubowsky